geschrieben am Sonntag, 22. Januar 2012 (Keine Kommentare »)

Lina und Auste (in „Barbieflage“) auf der Suche nach Tee – morgens halb Acht in Bakuriani
Die Beine noch müde aufgrund der Abschiedsfeier unseres Mitbewohners Filip macht sich die Hälfte meiner Wohngemeinschaft auf in die Berge. Das Ziel ist klar, die weiße Pracht in Bakuriani (bei Borjomi, da wo das bekannte Mineralwasser herkommt) soll aufgesucht werden. Für lächerliche 2 Lari geht es mit einer besseren Elektritschka in die vier Stunden entfernte Wasserstadt. Anfangs sind die Abteile noch überfüllt, doch spätestens hinter Gori leert sich die Bahn zusehens. Auch die Babuschkas (und Deduschkas!) stellen nach und nach den Verkauf von Süßigkeiten, relgiösen Kalendern und Luftballons ein. In Borjoni angekommen sind wir dann die Allerletzten in unserm Waggon. Es ist mittlerweile schon später Abend und wir machen uns auf die Suche nach einer Unterkunft.
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geschrieben am Donnerstag, 19. Januar 2012 (Keine Kommentare »)

Zurück zum und in den Alltag, zurück nach Georgien. Als „Auslandskorrespondent“ im zeitlich begrenzten georgischen Exil wurde mir die Ehre zuteil eine neue Serie in Jenas führender Hochschulzeitung, dem alterwürdigen Akrützel, zu beginnen: „Akrützel-Redakteure im Ausland“. Für regelmäßige Blogleserinnen und –leser wird es nicht viel Neues geben. Trotzdem dürfte es sich auch deshalb lohnen ihn zu lesen, da ich im Artikel meinen bisherigen Aufenthalt noch einmal in kompakter und nicht ganz bierernster Form zusammenfasse.
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geschrieben am Montag, 16. Januar 2012 (1 Kommentar »)

Nachdem ich letzte Woche besonders viele Buchstaben rausgehauen habe, haue ich heute alle sehenswerten Fotos der zweiwöchigen Iran-Reise mit einmal raus.
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geschrieben am Freitag, 13. Januar 2012 (1 Kommentar »)

Nicht nur mein sich dem Ende zuneigendes Visum, vor allem mein Studium „zu Hause“ in Tbilissi erinnert mich daran den Rückweg anzutreten. Nahezu eine Woche vor dem Ablaufen der 15 Tage hatte ich mir bereits das Zugticket von Teheran nach Van gekauft – erste Klasse im 4er Abteil für umgerechnet 17€. Leider versäumte ich es, auch die sehr gute Komplettverpflegung für einen Apfel und ein Ei dazuzubuchen. Bis Donnerstag musste ich aus dem Land kommen, sodass ich mich am Mittwochmorgen in den Reisebus in die iranische Hauptstadt setze und Meysam, „Goodbye and see you soon!“, sagte.
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geschrieben am Donnerstag, 12. Januar 2012 (1 Kommentar »)

„Isfahan ist die Hälfte der Welt“, sagt ein persisches Sprichwort. Die alte Hauptstadt mit ihren über 1,5 Millionen Einwohnern befindet sich rund 400 Kilometer südlich von Teheran. Während der „goldenen Zeit“ der Safawiden, in deren Dynastie vom 15. bis zum 18. Jahrhundert sich der schiitischen Islam als Staatsreligion etablierte, wurde Isfahan durch zahlreiche Prachtbauten, die selbsternannte „schönste Moschee der Welt“, Paläste und Gartenanlagen in gewaltigen Umfang verschönert – mit dem eindrucksvollen 9 Hektar großen Platz des Imams im Zentrum.
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geschrieben am Mittwoch, 11. Januar 2012 (1 Kommentar »)

Ich bin heilfroh, dass ich nach drei Übernachtungen in Bus und Bahn endlich in einem richtigen Bett einschlafen kann. Nach dem Ausschlafen gibt es das erste mal für mich ein typisches iranisches Frühstück (einige Hauptmahlzeiten hatte ich zuvor schon mit Ali in Deutschland gekocht). Eine der Basics kann man sich als durchgemixtes Kascha, mit Fleisch und durch viel Honig gesüßt, vorstellen. Das klingt etwas merkwürdig und sieht auch aus wie grauer Brei, welcher zudem Fäden zieht. Deutlich mehr mag ich da den Schwarztee und die typischen dünnen Fladenbrote, die am Morgen mit Honig und Frischkäse verspeist werden. Auch Früchte, vor allem Granatäpfel, gibt es in Hülle und Fülle. Sowie natürlich Nüsse, besonders Pistazien, die immer auf dem Tisch stehen und wie Obst dem Gast zusammen mit Tee gereicht werden.
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geschrieben am Dienstag, 10. Januar 2012 (1 Kommentar »)

Die typischen sowjetischen Waggons stehen bereits abfahrbereit auf dem ersten Gleis im neuen, futuristischen Bahnhof von Tbilissi. Mein Abteil für die kommende Nacht ist schnell gefunden, als mir von hinten auf die Schulter geklopft wird: Als ich mich umdrehe steht Boris, ein türkischer Kommilitone aus dem Russisch-Unterricht, hinter mir. Er ist noch mehr bepackt wie ich, er will nämlich die Uni wechseln und nach Batumi ziehen, wie sich wenig später herausstellt.
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geschrieben am Montag, 9. Januar 2012 (2 Kommentare »)
Die Idee den Iran zu bereisen existiert seitdem ich mit Ali befreundet bin. Im Frühjahr 2008 lernten wir uns beim gemeinsamen Praktikum in Jena kennen. Mittlerweile ist er Doktorand in Bremen und ich Austauschstudent in Tbilissi. Umso aktueller wurde die Idee, als mir Ali im November mitteilte, dass er über Weihnachten „nach Hause“ kommen würde und mich infolgedessen einlud ihn zu besuchen.
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geschrieben am Sonntag, 8. Januar 2012 (1 Kommentar »)

Würde der Iran in Osteuropa liegen, so wäre ich dort vermutlich nicht nur einmal in irgendeiner Bahnhofsspelunke oder Innenstadtkneipe versackt. Denn sooft wie nie zuvor wurde ich angesprochen, in Gespräche verwickelt und schlussendlich auf einen Tee eingeladen. Es blieb natürlich beim Tee, denn in der islamischen Republik herrscht selbstverständlich Alkoholverbot.
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geschrieben am Dienstag, 20. Dezember 2011 (2 Kommentare »)

Dies ist der Beginn einer längeren Geschichte, die erst im Januar erzählt werden kann… Ich verabschiede mich bis dahin, wünsche ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch. Man sieht, liest und hört von sich im nächsten Jahr!