geschrieben am Samstag, 31. März 2012 (Keine Kommentare »)

Die Siedlung Verkhvebi wurde für die IDPs (Internally Displaced Person) aus dem Augustkrieg 2008 in Südossetien am Stadtrand von Gori errichtet. Vergangenen Mittwoch war ich einen halben Tag lang mit einer EUMM-Patrouille samt Dolmetscher unterwegs, um insgesamt drei Siedlungen bzw. Unterkünfte zu besuchen (Demnächst reiche ich noch Bilder von anderen Orten nach.). Dabei ist Verkhvebi das Vorzeigeprojekt, welches sich beispielsweise durch ashphaltierte Straßen oder Bäder in jedem der Steinhäuser auszeichnet. Allerdings ist auch hier nicht alles Gold was glänzt: Denn schon beim Bau wurde gefuscht. Der Boden auf dem die Häuser stehen wurde nicht ausreichend verdichtet, sodass viele Fassaden mit Rissen durchfurcht sind. Trotzdem lassen sich die Bewohner, die oft zu mehreren Generationen in den Häusern leben, nicht unterkriegen und versuchen der extrem hohen Arbeitslosigkeit mit Eigeninitiative zu entkommen.
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geschrieben am Dienstag, 27. März 2012 (1 Kommentar »)

Früher gab es in Tbilissi auch Trolleybusse und ein Hauptpostamt in der Innenstadt. (Foto: James Berk, CC-BY-NC-ND)
Georgien ist unkompliziert. Besonders wenn man von A nach B kommen möchte. Mit ein paar grundsätzlichen Orientierungskenntnissen ausgestattet, kann sich auch der (wenig erkundungsfreudige) Georgienneuling an den Straßenrand stellen und wartet auf das richtige Gefähr. Dessen Liniennummer hat er optimalerweise bereits vorher von einem ortskundigen Georgier erfahren hat oder entziffert die grobe Route hinter der Windschutzscheibe kurzerhand selber – mit etwas Glück kann man ein „M“-Symbol für irgendeine Metrostation oder das kyrillische „Boksal“ erkennen, was eine erheblich schnellere Entscheidung möglich macht. Entscheidet man sich spontan zum Einstieg, winkt man lässig und vor allem möglich kurz dem immer rasenden Fahrer und dieser stoppt auch meistens sofort – egal wo, egal wie. Mit ein und derselben Chipkarte werden dann alle städtischen Verkehrsmittel bezahlt. Die Marschrutka am Ende der Fahrt, die Metro am Anfang und der örtliche Bus irgendwann oder gar nicht. Das ist nicht nur einfach zu verstehen, es ist idiotensicher, sprich unkompliziert.
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geschrieben am Sonntag, 25. März 2012 (Keine Kommentare »)

Wie schon ein paar mal zuvor – falls der Abend zuvor nicht in einem der Tbilisser Tanzetablissements oder irgendeiner WG endete – nutzte ich den freien Sonntag um die Gegenden der georgischen Hauptstadt zu erkunden, die jenseits der üblichen Pfade liegen. In der vergangenen Woche stieß ich mehr oder weniger zufällig auf ein Foto, welches sofort meine Aufmerksamkeit erlangte: Ein riesiger Lenin-Kopf vor einer Industrieruine im Vorort Digomi. Dank Internet war auch die exakte Position schnell herausgefunden.
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geschrieben am Sonntag, 18. März 2012 (Keine Kommentare »)

Vor mindestens fünf Jahren war ich das erste Mal beim Rugby. Damals war es das Thüringen-Derby irgendeiner unteren Liga zwischen Jena und den Gästen aus Erfurt. Bei meinem zweiten Spiel war ebenfalls ein Derby angesagt. Diesmal allerdings ein weitaus politisierteres: im Tbiliser Lokomotive-Stadion trafen im Rahmen des European Nations Cup die Georgier auf die Russen.
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geschrieben am Freitag, 16. März 2012 (Keine Kommentare »)

Während seiner Südkaukasusreise stattete der deutsche Außenminister Guido Westerwelle natürlich auch Georgien einen Besuch ab, er sprach zudem eine gute halbe Stunde zu etwa 600 Studenten in der Tbilisi State University. Nicht nur, dass es die erste Reise Westerwelles in den Kaukasus und gleichzeitig der Auftakt zu den Feierlichkeiten des 20-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Längern war, es war auch der erste Anlass die “Event Hall” des frisch renovierten Gebäudes I der Uni zu nutzen – was erst durch die gespendeten Millionengelder des (vielleicht) zukünftigen Präsidentschaftskandidaten Iwanishwili ermöglicht wurde.
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