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	<title>Ostblog.org &#124; Der Osten im Fokus &#187; Backpacking</title>
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	<description>Der Osten im Fokus</description>
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		<title>Die Kurische Nehrung</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 12:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das eigentliche Ziel meines Ostseetrips war die Kurische Nehrung. Klaipėda grenz direkt daran an und liegt direkt am nördlichen Ende der Halbinsel. Zwei Fähren (jeweils eine Personen- und eine Autofähre) verbindet die Hafenstadt mit dem nur 400 Meter entfernten Landstrich, der sich halb auf litauischem, halb auf russischem Territorium befindet. Mein Anlaufpunkt – wie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181148510/"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8015/7181148510_3e9c9f9071_c.jpg" alt="Nida" width="700" height="464" /></a><br />
Das eigentliche Ziel meines Ostseetrips war die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurische_Nehrung">Kurische Nehrung</a>. Klaipėda grenz direkt daran an und liegt direkt am nördlichen Ende der Halbinsel. Zwei Fähren (jeweils eine Personen- und eine Autofähre) verbindet die Hafenstadt mit dem nur 400 Meter entfernten Landstrich, der sich halb auf litauischem, halb auf russischem Territorium befindet. Mein Anlaufpunkt – wie auch für die meisten Besucher – war das Dörfchen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nida_%28Litauen%29">Nida</a>, nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt.<br />
<strong><span id="more-2017"></span></strong><br />
Nicht nur Thomas Mann, der dort ein Sommerhaus besaß, und viele bekannte(re) Maler wussten ob der Schönheit dieses Landstriches: bunte Holzhäuser, das Haff, die zweitgrößte Sanddüne Europas, ein riesiger Kiefernwald und der weiß Ostseestrand luden zum Erkunden ein &#8211; wie ich es mit dem Fahrrad tat. </p>
<p>Die Anfahrt dorthin war dagegen etwas pragmatischer. Es gibt zwar einen sporadisch verkehrenden Busverkehr nach Nida, doch ich entschied mich dafür, den Daumen zu benutzen. Nicht nur, dass Litauen zu den tramperfreundlichsten Ländern gehört, in denen ich bisher unterwegs war (so trampte ich auch spontan, äußerst problemlos und zügig von Klaipėda zurück nach Kaunas), die Halbinsel wird auch nur von einer Hauptverkehrsstraße durchzogen, wo eh jedes Auto lang muss, nach dem es die Fähre verlassen hat. Hinwegs nahm mich ein örtlicher Fischverkäufer mit, die 50 Kilometer wieder zurück ging es mit einem Lieferwagen.</p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181069234/"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5114/7181069234_d5468400e2_c.jpg" alt="Nida" width="700" height="465" /></a><br />
<em>Der Hafen von Nida am Haff</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181088654/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7222/7181088654_08eb046edd_c.jpg" alt="Nida" width="700" height="464" /></a><br />
<em>Kurische Flaggen</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181135680/"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5195/7181135680_9a5332ecfe_c.jpg" alt="Nida" width="700" height="464" /></a><br />
<em>Das Thomas-Mann-Haus auf dem sogenannten Schwiegermutterberg in Nida</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181156018/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7221/7181156018_6049b9ce71_b.jpg" alt="Nida" width="700" height="1054" /></a><br />
<em>Nidaer Leuchtturm der signalisiert, dass es dort keinen Ostseehafen gibt</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181164026/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7240/7181164026_c1eb2ce2d8_c.jpg" alt="Nida" width="700" height="464" /></a><br />
<em>Treppe zum Ostseestrand bei Nida</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181172280/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7091/7181172280_728717b971_c.jpg" alt="Nida" width="700" height="464" /></a><br />
<em>Dort drüben ist Russland</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181192720/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7088/7181192720_f45d349358_c.jpg" alt="Nida" width="700" height="464" /></a><br />
<em>Grenzgebiet</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181200376/"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8154/7181200376_bb6ffaf2fd_c.jpg" alt="Nida" width="700" height="464" /></a><br />
<em>EU-Außengrenze Litauen-Russland</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181211024/"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5344/7181211024_0eb61f132f_b.jpg" alt="Nida" width="700" height="1054" /></a><br />
<em>Durch den Wald mit dem Rad</em></p>
<p><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181221422/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7102/7181221422_852cc33b91_c.jpg" alt="Nida" width="337" height="224" /></a><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181231220/"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5155/7181231220_4eec741c1c_c.jpg" alt="Nida" width="337" height="224" /></a><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181263538/"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5071/7181263538_a5e9668140_c.jpg" alt="Nida" width="337" height="224" /></a><a title="Nida von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7181275682/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7093/7181275682_58eaa9e721_c.jpg" alt="Nida" width="337" height="224" /> </a><br />
<em>Die Hohe Düne</em></p>
<p><strong>Alle Fotos gibt es bei <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157629690324564/">Flickr</a>.</strong></p>
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		<title>Romualdas</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 14:53:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kaukasien]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich saß im Zug in Richtung Ostsee, als ich eine SMS bekomme. Vorausgegangen war die spontane Entscheidung nach Klaipėda und die Kurische Nehrung aufzubrechen. Für großartige Planung blieb somit keine Zeit, so schrieb ich nur eine kurze Nachricht in die örtliche Couchsurfing-Gruppe und bat um eine Schlafgelegenheit – ehrlich gesagt rechnete ich mit keiner Antwort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7170355464/" title="Romualdas von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7088/7170355464_37a79f6478_c.jpg" width="700" height="465" alt="Romualdas"></a><br />
Ich saß im Zug in Richtung Ostsee, als ich eine SMS bekomme. Vorausgegangen war die spontane Entscheidung nach Klaipėda und die Kurische Nehrung aufzubrechen. Für großartige Planung blieb somit keine Zeit, so schrieb ich nur eine kurze Nachricht in die örtliche Couchsurfing-Gruppe und bat um eine Schlafgelegenheit – ehrlich gesagt rechnete ich mit keiner Antwort und notierte mir sicherheitshalber die Adresse eines örtlichen Hostels.<br />
<strong><span id="more-2013"></span></strong><br />
Doch zu meiner Überraschung erhielt ich ja die erwähnte Nachricht. Mehr als einen Namen, Romualdas, und eine kurze Beschreibung wie ich zu ihm gelangen könnte, hatte ich nicht in der Hand. Aber ich war froh, dass sich überhaupt jemand gemeldet hatte. Guter Dinge entstieg ich dem Zug in der Hafenstadt, meine Laune wurde umso besser, als ich den Wohnort meines Hosts auf einer Straßenkarte ausmachen konnte: Denn er sollte nur rund 100 Meter vom Ostseestrand entfernt wohnen.</p>
<p>Ich machte mich also auf die Socken. Nach kurzer Busfahrt und Suche stand ich vor dem kleinen Haus in einer schmucken, ehemaligen, Fischersiedlung am Rand der drittgrößten litauischen Stadt. Ein Anklopfen erübrigte sich, da ich mich Romualdas schon kommen gesehen hatte und mich direkt hinein bat. Was ich angesichts der Wohnlage im Seebad Melnragė schon vermutet hatte, bestätigte sich auch: Mein Host für die nächsten zwei Tage war ein pensionierter älterer Herr, der mich von Anbeginn mit seiner unglaublichen Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft für sich uns seine vielen kommenden Geschichten einnahm. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7170369094/" title="Romualdas von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8154/7170369094_86061428d2_c.jpg" width="700" height="465" alt="Romualdas"></a><br />
<em>Romualdas am Küchentisch</em></p>
<p>Kaum hatte ich meinen Rucksack abgestellt, setzte der 61-jährige bereits Tee für mich auf und bereitete frische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bliny">Bliny</a> zu. „Ein guter Start“, dachte ich mir, aber es wurde noch weitaus interessanter. Denn sein bisheriges Leben war, wie er mir rauchend am kleinen Küchentisch sitzend erzählte, äußerst abwechslungsreich und abenteuerlich. Im Alter von 10 Jahren zog er nach Klaipėda und fing dort bereits früh an sich für das Hafenleben- und treiben zu interessieren. Daher rührte ebenfalls sein gutes Englisch, indem wir uns unterhielten. </p>
<p>Dem Wehrdienst in der Roten Armee verweigerte sich dann als Erwachsener, woraufhin er für zwei Jahre nach Jekaterinburg ins Arbeitslager musste. Das hielt ihn aber nicht davon ab weiter seinen Weg zu gehen, der oft eher weniger systemkonform (unter der damaligen Sichtweise) war, so handelte er unter anderem mit geschmuggelten Jeans. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7170381198/" title="Romualdas von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5272/7170381198_abbde4e2e2_c.jpg" width="700" height="465" alt="Romualdas"></a></p>
<p>Später arbeitete er dann wieder im Klaipėdaer Hafen und freundete sich mit den Besatzungsmitgliedern der vielen internationalen Schiffe an, was Vorteile in Form des Austausches von „Mangelerzeugnissen“ für beide Seiten versprach – inklusive guter Weiterverkaufsmöglichkeiten im Sowjetraum. Als wichtigste „Zweitwährung“ galt aber trotzdem und vor allem mit den „Russen“ immer die Flasche Wodka, wie mir Romualdas berichtete. </p>
<p>Vor allem die „Berufstrinker“ hatten ihr Zeichen, wenn sie bereits am frühen Morgen auf Mittrinker vor dem Konsum warteten – Standardregel 3 Männer, einer Flasche: Mit einem Fingerzeig deuteten sie an, ob sie noch ein oder zwei Mittrinker für den Kauf der Wodkabulle benötigten, um sich den Kaufpreis und die Geselligkeit zu teilen. </p>
<p>Mitte der 80er Jahre verschlug es Romualdas dann auch in den Kaukasus und nach Zentralasien. Über einen Freund bekam er die Möglichkeit Rinder von Litauen aus in andere, meist entfernte Regionen der UdSSR mit der Eisenbahn zu transportieren und diese während der oft wochenlangen Fahrt zu verpflegen. Als abenteuer- und reiselustiger Gefährte konnte er da natürlich nicht nein sagen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7170392290/" title="Romualdas von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm9.staticflickr.com/8160/7170392290_9978ba6ac7_c.jpg" width="700" height="465" alt="Romualdas"></a><br />
<em>Alles hat seinen Plan: Kalender mit den Couchsurfing-Gästen</em></p>
<p>Und so erlebte er ebenfalls die Menschen in der Georgischen Sowjetrepublik, welche sich – gemessen an der Gastfreundschaft, Feiertätigkeit und der Speisen –in keiner Hinsicht verändert hatten, wie wir nach einigen Erzählungen übereinstimmend feststellten. Um auch im höheren Alter noch aktiv zu sein und mit anderen Reisenden in Kontakt zu treten, meldete sich Romualdas bei Couchsurfing an. Er modernisierte extra sein Häuschen ein wenig und hält nun täglich im Internet nach möglichen Gästen Ausschau. So kam auch ich zu meinem Glück und den bisher spannendsten Geschichten meines doch schon recht langen Couchsurfing-Daseins. Ačiū Romualdas! </p>
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		<title>Abchasien</title>
		<link>http://unblogbar.org/2012/04/abchasien/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 08:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kaukasien]]></category>
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		<description><![CDATA[Schiffe in der Bucht vor Sochumi Pflichtbewusst weist uns der georgische Polizeibeamte daraufhin, dass wir in wenigen hundert Metern Entfernung ein von „Russland besetztes Territorium“ betreten werden – und das es dort nur von „Banditen“ wimmeln würde. Dort, das ist die selbsternannte (international – bis auf Russland, Nicaragua, Venezuela, Nauru, Tuvalu und Vanuatu – nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7073910233/" title="Sokhumi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7196/7073910233_a0071ca722_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sokhumi"></a><br />
<em>Schiffe in der Bucht vor Sochumi</em></p>
<p>Pflichtbewusst weist uns der georgische Polizeibeamte daraufhin, dass wir in wenigen hundert Metern Entfernung ein von „Russland besetztes Territorium“ betreten werden – und das es dort nur von „Banditen“ wimmeln würde. Dort, das ist die selbsternannte (international – bis auf Russland, Nicaragua, Venezuela, Nauru, Tuvalu und Vanuatu – nicht anerkannte) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abchasien">Republik Abchasien</a>. Mit dem Nachtzug aus Tbilissi sind wir zuvor nach Sugdidi gekommen, die letzten Kilometer von dort bis zur de facto Grenze bringt uns ein Taxi. Es vorbei an einer riesigen Georgienflagge, die dem Gegenüber – drüben auf der anderen Seite des Grenzflusses Enguri – signalisieren soll, dass hier ist Georgien!<br />
<strong><span id="more-1939"></span></strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6927775428/" title="Inguri Bridge von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5120/6927775428_c4d13009cf_b.jpg" width="700" height="465" alt="Inguri Bridge"></a></p>
<p>Die vor uns liegende <a href="http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?thema=Kaukasus&#038;artikelID=20040307">Enguri-Brücke</a>, 1948 von deutschen Kriegsgefangenen fertig gestellt, ist die einzige existierende Verbindung zwischen Georgien und Abchasien seit dem Sezessionskrieg vor 20 Jahren. Die einzige Möglichkeit die Brücke zu überqueren ist per pedes oder per Pferdegespann (von eine paar privilegierten Minibus- und Mercedesfahrern abgesehen). Nachdem die Beamten unsere Namen samt Reisepassnummer in eine Liste eingetragen haben, dürfen wir weiterziehen. Uns kommen an diesem Freitagmorgen vor allem Babuschkas bepackt mit großen Taschen und Mütter mit Kleinkindern entgegen &#8211; Georgierinnen die vor allem in der Provinz Gali wohnen und oft ins Kernland pendeln. </p>
<p>Am anderen Brückenkopf angekommen zeigt sich die russische Unterstützung für die Unabhängigkeit nicht nur an der allgemeinen Umgangssprache (selbst der Großteil der ethnischen Abchasier redet Russisch) und den kyrillischen Lettern, am anderen Ufer weht die Trikolore Russlands – der in der Region stationierten Friedenstruppen. Deutlich abgenutzter und weniger präsent weht etwas Abseits das abchasische Pendant im Wind.</p>
<p>Das Hineinkommen nach Abchasien ist – für uns Touristen – nur Formsache. Viel zu kontrollieren gibt es für die Grenzbeamten nicht. Denn die Visa, nachdem wir diese zuvor per Mail formell beantragt hatten, müssen binnen 24 Stunden direkt beim Außenministerium in Sochumi abgeholt werden. Damit ist die ehemalige Großstadt und Touristenhochburg am Schwarzen Meer auch unser erstes Ziel. Die freundlichen und scherzenden Beamten telefonieren uns schnell einen Fahrer herbei: <a href="http://youtu.be/dKlwlufXIKo">Rudolf</a> mit seinem 30 Jahre alten Wolga führt uns nach kurzer Wartezeit wahrlich meisterlich und mit russischer Popmusik im Hintergrund an den teilweise dezimetertiefen Schlaglöchern und den zahlreichen <a href="http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%94%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B6%D0%BD%D0%BE-%D0%BF%D0%B0%D1%82%D1%80%D1%83%D0%BB%D1%8C%D0%BD%D0%B0%D1%8F_%D1%81%D0%BB%D1%83%D0%B6%D0%B1%D0%B0">Verkehrspolizisten</a> vorbei und setzt uns direkt vor dem Ministerium ab. </p>
<p>Nach den bürokratischen Hürden geht es auf Zimmersuche. Dieses Unterfangen ist noch leichter zu bewerkstelligen als es Georgien der Fall ist, da mit russischsprachigen „Zimmer frei“-Schildern auf potentielle Gäste überall aufmerksam gemacht wird und man sich so nicht durchfragen muss.</p>
<p>Da die Hauptsaison erst im Mai beginnt und ein Großteil der Menschen an der Küste von den (größtenteils russischen und ukrainischen) Touristen lebt, bietet sich eine dementsprechend breite Auswahl an Unterkünften – und damit eine auch gute Verhandlungsbasis. Mit etwas Erfahrung ob der Möglichkeiten handeln wir die Nacht von 500 Rubel, die russische Währung ist natürlich dortiges Zahlungsmittel, in der ersten Nacht in Sochumi bis herunter auf 250 Rubel in Nowy Afon.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/7073902495/" title="Sokhumi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7252/7073902495_9c516a7d3c_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sokhumi"></a><br />
<em>Noch Sichtbare Spuren des Krieges: Einschußlöcher. Das ist Sochumi&#8230;</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6927813646/" title="Sokhumi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7249/6927813646_1c6a892f96_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sokhumi"></a><br />
<em>&#8230; das aber auch &#8211; das Zentrum der abchasischen Hauptstadt.</em></p>
<p>Als „nichtrussische“ Touristen fallen wir auf, doch überall werden wir eher mit Fragen und Hoffnungen konfrontiert, so warum man ausgerechnet „hierher“ kommen würde. Aber besonders freut man sich einmal „europäische“ Gäste begrüßen zu dürfen &#8211; sei es der Taxifahrer, unsere Herbergsfamilie oder fremde Menschen auf der Straße. Man kann sich in Abchasien, vor allem an der steinigen Schwarzmeerküste überaus wohl fühlen. Die touristische Infrastruktur befindet sich auch sichtbar im (Wieder)Aufbau, wenn sie auch im April noch deutlich verschlafen ist. Das Essen zeigt zwar deutliche Spuren des großen Nachbarn im Norden, die Wurzeln sind aber unverkennbar südkaukasisch. Allerdings sind die Preise deutlich höher als in Georigen. </p>
<p>Im Vornherein habe ich weitgehend verzichtet mir Horror-Geschichten (wie sie beispielsweise auf der Seite des Auswärtigen Amtes sogar für Tbilissi verbreitet werden) im Internet durchzulesen, um nicht zu sehr verunsichert und bei jeder Kleinigkeit misstrauisch zu werden. Zwar meinen auch die Einheimischen, mit denen wir ins Gespräch kommen, dass wir (vor allem nach Einbruch der Dunkelheit) „aufpassen sollen“, doch jegliche Negativ-Erfahrung bleibt uns (mehr oder weniger selbstverständlich) erspart. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6928616838/" title="Novy Afon von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7223/6928616838_5813064f62_b.jpg" width="700" height="465" alt="Novy Afon"></a><br />
<em>Sonnenuntergang in Novy Afon</em></p>
<p>Dabei „trauen wir uns sogar“ nächtlich in Gagra mit zwei Jungs, die uns an einem Kiosk ansprechen, den Abend zu verbringen. Später werden wir nicht nur auf ein Bier einladen, auch zur zukünftigen Hochzeit und zum Geburtstag sollen wir wiederkommen. Abchasien ist ein paradiesisch anmutender Ort, überall Palmen, Delphine im Meer und bereits im April sommerliche Temperaturen. An den vielen, leider zum Großteil verfallenen, sowjetischen Prachtbauten kann man erkennen, dass man dort in der Vergangenheit wusste, wie man eine gute Zeit haben konnte. Aber die hatten wir definitiv auch!</p>
<p><strong>Viele weitere Fotos bei <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157629807606997/with/7073902495/">Flickr</a>.</strong></p>
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		<title>Sechs Wochen frei(heit) – Ein Rückblick</title>
		<link>http://unblogbar.org/2012/03/sechs-wochen-freiheit-ein-ruckblick/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 19:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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		<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
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		<description><![CDATA[Blick vom Tbilisser Hausberg, dem Mtazminda, auf die Stadt. Erstmalig bestiegen zusammen mit Markus und Mathias am 28. Februar. Der letzte Ferientag flog nahezu ereignislos an mir vorbei. Miese Stimmung könnte man meinen, der Ernst des Leben würde zurückkommen. Doch dazu kann es hier quasi nicht kommen! Nicht nur, dass wir (mittlerweile mit einem neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/03/DSC1517.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/03/DSC1517-1024x680.jpg" alt="" title="_DSC1517" width="700" height="465" class="alignnone size-large wp-image-1843" /></a><br />
<em>Blick vom Tbilisser Hausberg, dem Mtazminda, auf die Stadt. Erstmalig bestiegen zusammen mit Markus und Mathias am  28. Februar.</em></p>
<p>Der letzte Ferientag flog nahezu ereignislos an mir vorbei. Miese Stimmung könnte man meinen, der Ernst des Leben würde zurückkommen. Doch dazu kann es hier quasi nicht kommen! Nicht nur, dass wir (mittlerweile mit einem neuen Mitbewohner ausgestattet – Giuseppe aus Salerno) seit Tagen mit drei Couchsurfern zusammenhausen und –feiern: Billy aus Australien mit seiner deutschen Freundin Lena sowie Eric aus den Vereinigten Staaten. Vor allem waren wir aufs ausgiebigste unterwegs um unseren Gästen etwas zu bieten. Kleinere Berge, wie der hinter unserem Haus, und beträchtlich Größere wie dem Kaukasus wurden erklommen. Letzterer selbstverständlich mit unter Zuhilfenahme einer Marschrutka, um in Gudauri, dem georgischen St. Moritz, die Pisten hinunter zu sausen.<br />
<strong><span id="more-1842"></span></strong><br />
Nicht zu vergessen: Der gesamte Südkaukasus wurde bereist, ich war in (fast) allen Nachbarländern und auch Georgien wurde querbeet ausgekundschaftet. Von der Hauptstadt ans Meer, ins Hochgebirge, zurück ans Meer und wieder ab in die Berge. In meiner imaginären Liste der Orte, die mir noch „fehlen“, konnte ich so einiges abhaken &#8211; doch einige Wunschziele bleiben noch: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ushguli">Ushguli</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dawit_Garedscha">Dawit Garedscha</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sighnaghi">Sighnaghi</a> und die Schwarzmeerküste von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poti">Poti</a> bis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kobuleti">Kobuleti</a> – zumindest was Georgien angeht. Da sich aber im Frühsommer mehrere Besucher angekündigt haben, bin ich zuversichtlich, dass ich am Ende beruhigt das Land wieder verlassen kann.</p>
<p>Doch auch etwas Arbeit lag an. Die <a href="http://www.kaukasiologie.ac.ge/">kaukasische Feldforschung</a> musste (und muss noch bis nächste Woche) ausgewertet werden. Des Weiteren stand erst gestern ein Kurzbesuch in der zweitgrößten Stadt des Landes, Kutaisi, an – bereits für mein Praktikum bei der georgischen Nachrichtenagentur <a href="http://civil.ge/eng/">Civil.ge</a>. </p>
<p>Nächstes Semester wird also spannend, ich werde vermutlich mehr unterwegs sein, als „daheim“ in Tbilisi. Und ich hab noch so viele Ideen, was ich allein in der Hauptstadt machen könnte. So hoffe ich, dass ich einige davon im Rahmen meines Praktikums umsetzen kann. Somit wird alles zu Ende sein, bevor das hier so richtig begonnen hat. Und dann ist wieder Sommer.</p>
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		<title>Jerewan und die Abhängigkeit von einem kleinen Stück Plastik</title>
		<link>http://unblogbar.org/2012/02/jerewan-und-die-abhangigkeit-von-einem-kleinen-stuck-plastik/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 13:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
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		<description><![CDATA[Im für den Kaukasus luxuriösen Zweierabteil sitze ich alleine mit einer Flasche armenischen Bieres und lausche den elektronischen Klängen meines mp3-Players. Zufrieden und sehr entspannt schaue ich an diesem Sonntag zurück auf zwei sonnige Tage in Jerewan. In wenigen Stunden bin ich wieder zurück in Tbilissi. In der Retrospektive erstaunlich, denn schon die ersten Schritte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6940711649/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7044/6940711649_7034418bbb_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
Im für den Kaukasus luxuriösen Zweierabteil sitze ich alleine mit einer Flasche armenischen Bieres und lausche den elektronischen Klängen meines mp3-Players. Zufrieden und sehr entspannt schaue ich an diesem Sonntag zurück auf zwei sonnige Tage in Jerewan. In wenigen Stunden bin ich wieder zurück in Tbilissi. In der Retrospektive erstaunlich, denn schon die ersten Schritte im südlichen Nachbarland – und dem letzten Fehlenden im Südkaukasus – schrammten nur haarbreit an einem totalen Desaster vorbei.<br />
<strong><span id="more-1822"></span></strong><br />
Freitag, 24. Februar. Ich sitze in einer Marschrutka gen armenische Hauptstadt, der Minibus ist voll gestopft mit allerlei Dingen, die die mitfahrenden Marktfrauen wohl in Jerewan verkaufen wollen. An der Grenze angekommen gibt es dann für mich das erste Problem, nämlich die 3000 Dram (umgerechnet 6 Euro) für das Visum aufzutreiben. Es besteht zwar die Möglichkeit in Euro, US-Dollar oder sogar russischem Rubel zu bezahlen, doch mit meinen georgischen Lari komme ich nicht weiter. </p>
<p>Glücklicherweise ist aber mein Marschrutkafahrer so nett und tauscht mir mein hier wertloses Geld in Dram. Das Visum anschließend zu bekommen ist dann nur noch reine Formsache und mehr Papierkrieg und Bürokratie denn ernsthafte Reisebeschränkung. Nachdem ich auf der anderen Seite der Grenze angekommen bin, erspähe ich einen Geldautomaten und denke mir, dass es wohl eine gute Idee wäre, gleich mal ein bisschen einheimisches Geld abzuheben. Sicher ist sicher – ist es nicht! Denn der mit Windows XP betriebene Automat bootet unverhofft neu, nachdem er meine Karte verschluckt hat. Das Gerät erwacht zwar danach wieder zum Leben, doch meine Karte bleibt verschwunden, es steigt berechtigterweise Panik in mir hoch. </p>
<p>Zwar würde ich im Katastrophenfall schon irgendwie nach Tbilissi zurückkommen, doch dort würde ich wohl oder übel nach kürzester Zeit auf dem Trockenen sitzen, hängt doch quasi mein ganzes Überleben an diesem kleinen Stück Plastik – irgendwie verrückt, wenn man das bedenkt. Doch ein Engel, abermals in Form meines Marschrutkafahrers, erscheint und er regelt es, dass der Automat von hinten geöffnet wird und man mir wenig später meine Kreditkarte zurückgeben kann. Didi madloba! Dem Schweißausbruch folgt ein kleiner Anfall unglaublicher Freude.</p>
<p>Es ist bereits dunkel, als ich in Jerewan ankomme – am imposanten Bahnhof. Glücklicherweise ist das dortige U-Bahnnetz sehr überschaubar und nach einem kurzen Umblicken erspähe ich sogar einen Netzplan auf Russisch. Ähnlich wie anfangs in Tbilissi bin ich froh russische Beschriftungen und Hinweisschilder zu finden, da auch das armenische für Außenstehende nicht lesbar ist. Nach kurzer Suche in der der überschaubaren Innenstadt finde ich auch das Heim meines Couchsurfers Kush – ein Inder, der bereits alle meine (ehemaligen) Mitbewohner sowie meinen halben Studiengang gehostet hatte. </p>
<p>Beste Bedingungen also, um zwei entspannte Tage zu haben: viel indisches Essen, ein Kneipenabend, ein Pokerabend und immer wieder viele andere Couchsurfer. Tagsüber gehe ich alleine auf Streifzug durch die Stadt, unterbrochen von vielen Café und Restaurantbesuchen, um mich durch die kulinarischen Highlights der vielfältig beeinflussten armenischen Küche zu verköstigen. </p>
<p>Um mir selbst auch die Rückfahrt so angenehm wie möglich zu gestalten – ich bin ja schließlich im Urlaub – kaufe ich ein Ticket für das eingangs angesprochene ein Zweier-Abteil. Kurz vor dem Besteigen des Zuges hebe ich – gelernt aus den Ereignissen der Hinfahrt – noch ein paar Tausend Dram für den nächsten Armenien-Aufenthalt ab. Denn wiederkommen möchte ich jedenfalls, Armenien ist ja nicht nur Jerewan! </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6794585670/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7059/6794585670_c0f94701c6_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6940702257/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7036/6940702257_ed79e6226c_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<em>Die Kaskaden</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6940704545/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7205/6940704545_3088a75448_b.jpg" width="700" height="1054" alt="Yerevan"></a><br />
<em>Love</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6794591732/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7207/6794591732_9cc930304b_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<em>Oper</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6940706573/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7048/6940706573_d101b1c5eb_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<em>Innenstadt</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6794593870/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7186/6794593870_657083015a_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<em>Platz der Republik</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6794600672/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7066/6794600672_e56c55ed2c_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<em>Blaue Moschee</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6794607374/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7207/6794607374_b7d513ebf7_b.jpg" width="700" height="1054" alt="Yerevan"></a></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6940727211/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7201/6940727211_f5a926cf4a_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<em>Armenisches Genozid Denkmal</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6794615176/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7204/6794615176_14a9f2f980_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6794616626/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7176/6794616626_ec757facf3_b.jpg" width="700" height="465" alt="Yerevan"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6940729027/" title="Yerevan von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7058/6940729027_50587ab262_b.jpg" width="700" height="539" alt="Yerevan"></a><br />
<em>Ein 80-jähriger Verteran zusammen mit seinem Sohn am Mahnmal &#8211; zum perfekten Zeitpunkt erwischt.</em></p>
<p><del datetime="2012-02-29T20:17:15+00:00"><em><strong>Irgendwie wird grade an der Flickr-Website gearbeitet, weswegen ich (noch nicht) die Fotos in den Blogpost einfügen konnte. Deswegen am besten <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157629480301613/">direkt</a> darauf zugreifen.</del> </p>
<p>Update: Ok, Fotos sind im Post, alle gibt es trotzdem nur bei <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157629480301613/">Flickr</a>.</strong></em></p>
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		<title>Mestia</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 17:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im strömenden Regen hält der Nachtzug in Sugdidi. Ein früher Sonntagmorgen in der Hauptstadt der Region Mingrelien und Oberswanetien ganz im Westen, nur einen Steinwurf von der abchasischen Grenze entfernt, erwartet uns damit sehr unfreundlich. Nicht nur, dass die wenigen Sehenswürdigkeiten, wie der botanische Garten oder der Dadiani-Palast aufgrund der Jahreszeit eher unansehnlich beziehungsweise schlicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6916876925/" title="Zugdidi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7177/6916876925_1371383a25_b.jpg" width="700" height="465" alt="Zugdidi"></a><br />
Im strömenden Regen hält der Nachtzug in Sugdidi. Ein früher Sonntagmorgen in der Hauptstadt der Region Mingrelien und Oberswanetien ganz im Westen, nur einen Steinwurf von der abchasischen Grenze entfernt, erwartet uns damit sehr unfreundlich. Nicht nur, dass die wenigen Sehenswürdigkeiten, wie der botanische Garten oder der Dadiani-Palast aufgrund der Jahreszeit eher unansehnlich beziehungsweise schlicht noch nicht geöffnet haben, auch das Wetter verbessert sich im gesamten Tagesverlauf nicht mehr. Die Zeit bis zum Anpfiff des örtlichen Erstligafußballspiels gegen die Mannschaft aus Gori vertreiben wir uns in einer der wenigen Restaurants mit Tee, fettigem Essen und endlosen Mau-Mau-Spielen.<br />
<strong><span id="more-1815"></span></strong><br />
Am frühen Nachmittag fahren wir dann per Taxi zum reizlosen Wochenendgekicke, um dann mit gleichem Gefährt nach dem Spiel zum Abfahrtsort der Marschrutkas nach Mestia zu kutschieren. Die 2000-Einwohner Kleinstadt auf 1400m Höhe – eins von Herrn Saakaschwilis touristischen Vorzeigeprojekten – befindet sich von da aus mehr als drei Stunden über Serpentinen, Tunnel, Schluchten und Brücken entfernt. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6917052169/" title="Mestia von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7061/6917052169_12b0caf41f_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mestia"></a></p>
<p>Oben kennt scheinbar jeder jeden, sodass es nicht verwunderlich ist, dass unser Martschrutkafahrer die Hostelleitung, eine Studentin aus Tbilissi, über unser Ankommen informiert und sie schon bereit steht. Wir haben Glück, denn wir sind nicht nur die einzigen Gäste (kein wirkliches Wunder ob der Jahreszeit…), auch lassen sich im ein wenig verwaisten Mestia auch noch ein paar Bier für einen gemütlichen und vor allem warmen <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=502330745431&#038;set=a.502220316731.38.243000003&#038;type=1&#038;theater">Abend vorm Kamin</a> besorgen. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6916932813/" title="Mestia von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7206/6916932813_2c8b2936d8_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mestia"></a></p>
<p>Der darauf folgende Morgen überrascht uns nicht nur mit abermals zugefrorenen Wasserleitungen, sondern vor allem mit einem herrlichen Ausblick auf die umliegenden Berge inklusive blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Nach einem abermals ausgedehnten sowie deftigen Frühstück machen wir uns erst wandernd zurück nach Sugdidi, um dann nach etlichen Kilometern von einer Marschrutka aufgelesen zu werden. Wieder unten angekommen müssen wir dann erstaunt feststellen, dass bereits alle Tickets für die Liegewagen des Nachtzuges zurück in die Hauptstadt vergriffen sind. So müssen wir in den sauren Apfel beißen und nicht nur 3 Lari mehr für den zugegebenermaßen luxuriöseren Sitzwagenabteil zahlen, wir haben auch das Vergnügen die Rückfahrt mit einem erzählfreudigen Koreaner sowie einer trink- und feierlaunigen Hochzeitsgesellschaft zu verbringen. Da freut man sich gleich doppelt auf das eigene Bett. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6917043383/" title="Mestia von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7178/6917043383_4775f02f8b_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mestia"></a><br />
<strong><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157629419168081/show/">Hier</a> geht&#8217;s zu allen Bildern.</strong></p>
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		<title>Entlang am Schwarzen Meer</title>
		<link>http://unblogbar.org/2012/02/entlang-am-schwarzen-meer/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 07:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kaukasien]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Tbilissi]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Woche lang lagen Kälte, Näße, strahlender Sonnenschein und Wärme sehr eng beeinander. Wir schliefen in abgeranzten &#8220;2-Sterne&#8221;-Hotels und tranken Bier in der Skybar des Radisson-Hotels. Wir trampten oder fuhren Zug, Rize in der Türkei, Batumi und Kutaisi in Georgien hießen die Stationen der letzten Woche. Und wie immer zeigen die hier gezeigten Fotos nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/02/DSC0986.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1806" title="_DSC0986" src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/02/DSC0986.jpg" alt="" width="700" height="465" /></a><br />
Eine Woche lang lagen Kälte, Näße, strahlender Sonnenschein und Wärme sehr eng beeinander. Wir schliefen in abgeranzten &#8220;2-Sterne&#8221;-Hotels und tranken Bier in der Skybar des Radisson-Hotels. Wir trampten oder fuhren Zug, Rize in der Türkei, Batumi und Kutaisi in Georgien hießen die Stationen der letzten Woche. Und wie immer zeigen die hier gezeigten Fotos nur die halbe Wahrheit. Schön war&#8217;s und am Samstag gehts ja auch schon wieder weiter.<br />
<strong><span id="more-1802"></span></strong><br />
<a title="_DSC0873 von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890055973/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7037/6890055973_ba40b2a7f3_b.jpg" alt="_DSC0873" width="700" height="465" /></a><br />
<em>Reisegefährten: Markus und Mathias</em></p>
<p><strong>Rize:</strong><br />
<a title="_DSC0869 von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890050327/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7195/6890050327_6be13b0204_b.jpg" alt="_DSC0869" width="700" height="1054" /></a><br />
<a title="_DSC0870 von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890063545/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7196/6890063545_9417351d39_b.jpg" alt="_DSC0870" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="_DSC0880 von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890071065/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7197/6890071065_35e39e1bf6_b.jpg" alt="_DSC0880" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="_DSC0906 von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890079259/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7179/6890079259_50929e633a_b.jpg" alt="_DSC0906" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="_DSC0916 von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890085447/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7050/6890085447_1d15db0622_b.jpg" alt="_DSC0916" width="700" height="465" /></a></p>
<p><strong>Batumi:</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890166403/" title="Batumi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7176/6890166403_647e35ae49_b.jpg" width="700" height="1054" alt="Batumi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890180603/" title="Batumi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7056/6890180603_a41a48022f_b.jpg" width="700" height="465" alt="Batumi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890090661/" title="Batumi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7200/6890090661_fde386edae_b.jpg" width="700" height="465" alt="Batumi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890099691/" title="Batumi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7049/6890099691_810f28c41f_b.jpg" width="700" height="465" alt="Batumi"></a></p>
<p><strong>Kutaisi:</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890156339/" title="Kutaisi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7048/6890156339_30a4365d8b_b.jpg" width="700" height="465" alt="Kutaisi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890106511/" title="Kutaisi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7049/6890106511_24724fc18e_b.jpg" width="700" height="465" alt="Kutaisi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890113817/" title="Kutaisi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7036/6890113817_61212dac4e_b.jpg" width="700" height="465" alt="Kutaisi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890122729/" title="Kutaisi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7037/6890122729_e2ab8dbb45_b.jpg" width="700" height="465" alt="Kutaisi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890134165/" title="Kutaisi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7069/6890134165_e5f7c8dbf5_b.jpg" width="700" height="465" alt="Kutaisi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890144715/" title="Kutaisi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7036/6890144715_3470073bae_b.jpg" width="700" height="465" alt="Kutaisi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890191931/" title="Kutaisi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7186/6890191931_45574d3a8d_b.jpg" width="700" height="465" alt="Kutaisi"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6890200207/" title="Kutaisi von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7066/6890200207_3cb0055a20_b.jpg" width="700" height="465" alt="Kutaisi"></a></p>
<p><em>Nachtrag: Weitere Impressionen gibt&#8217;s drüben bei <a href="http://keele-away.blogspot.com/2012/02/unterwegserste-eindrucke.html">Markus</a>.</em></p>
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		<title>Unterwegs im Nachbarland</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 15:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kaukasien]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Möwe und der momentan höchste Flaggenmast der Welt &#8211; beides am Kaspischen Meer in Baku. Die Visumsbeschaffung für Aserbaidschan war zwar deutlich schneller und unkomplizierter als das iranische Equivalent, kostete aber auch fast das Doppelte. 110 US-Dollar muss man für den „Spaß“ berappen, denn die fünftägige Prozedur wird über eine Reiseagentur in Tbilissi abgewickelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835664159/" title="Baku von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7170/6835664159_de59c61d86_b.jpg" width="700" height="465" alt="Baku"></a><br />
<em>Eine Möwe und der momentan höchste Flaggenmast der Welt &#8211; beides am Kaspischen Meer in Baku.</em></p>
<p>Die Visumsbeschaffung für Aserbaidschan war zwar deutlich schneller und unkomplizierter als das iranische Equivalent, kostete aber auch fast das Doppelte. 110 US-Dollar muss man für den „Spaß“ berappen, denn die fünftägige Prozedur wird über eine Reiseagentur in Tbilissi abgewickelt – direkt beantragte (Touristen-)Visa werden an der hiesigen Botschaft nämlich nicht angenommen.<br />
<strong><span id="more-1780"></span></strong><br />
Bei besagter Reiseagentur gibt man uns Reisenden, also meinen Mitbewohnerinnen Lina und Auste sowie Kommilitonin Marie, den Tipp, anstatt mit dem langsamen Nachtzug doch mit dem Bus nach Baku zu fahren. Am Samstag, den 28. Januar, stehen wir vier überpünktlich und die letzte Abschiedsfeier noch in den Venen am Tbilisser Busbahnhof (wenn man das so bezeichnen mag, von den anderen „Busbahnhöfen“ fahren hauptsächlich Marschrutkas in alle möglichen Landesteile ab). Doch von einem Bus nach Baku ist nach unserem Eintreffen nichts zu sehen, das einzige Reiseziel scheint die türkische Metropole Istanbul zu sein. </p>
<p>Lina, unser Russisch-Ass, fragt sich durch die Schalter und schnell finden wir zwei weitere Reisende, die dasselbe Ziel haben. Ob es am Wetter oder am nicht vorhandenen Reiseplan liegt ist und letztendlich egal, denn man organisiert uns kurzerhand eine Marschrutka, die uns bis zur nahen georgisch-aserbaidschanischen Grenze bringen soll. Dort angekommen dauert die Kontrolle auf georgischer Seite nur darum länger, weil viele Passagiere eines anderen Reisebusses anstehen. Auf aserbaidschanischer Seite wird noch nicht einmal nach den teilweise drei armenischen Visa einer meiner Mitreisenden gefragt. </p>
<p>Drüben angekommen heißt es dann auf einen der wartenden Reisebusse gen Baku aufzuspringen und die mehr als achtstündige Fahrt in die Hauptstadt mehr oder weniger abzusitzen. Denn zu sehen gibt es außerhalb des Busfensters nicht allzu viel, die Landschaft ist schlichtweg unspektakulär – wir halten zweimal auf matschigen Parkplätzen mit angrenzenden Restaurants, dass war’s dann aber auch schon.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835847839/" title="Baku von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7007/6835847839_aab1371cdf_b.jpg" width="700" height="465" alt="Baku"></a></p>
<p>Am späten Abend kommen wir im überraschend schneebedeckten und eisig windigen Baku an. Doch Fuad, unser Couchsurfing-Host für den ersten Tag, bringt uns schnell in die Wohnung zwei seiner Freunde, wo wir am ersten Abend im Warmen übernachten dürfen. Alle drei kennen sich vom Studium in Ankara und arbeiten mittlerweile mehr oder weniger direkt für die zahlreichen Öl- und Gasunternehmen. Trotz der Glas- und Betonpaläste in der Innenstadt und zahlreicher Baustellen bestätigen sie, dass es im Land nur schwer vorangeht, speziell wenn sie die Entwicklungen im benachbarten und ärmeren Georgien beobachten. Bremse und zugleich Zugpferd sind und die Energieressourcen des Landes. </p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835674753/" title="Baku von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7145/6835674753_933ca13bb0_b.jpg" width="700" height="465="Baku"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835684495/" title="Baku von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7158/6835684495_75146826a6_b.jpg" width="700" height="465" alt="Baku"></a></p>
<p>Das zeigt sich am augenscheinlichsten in der Haupstadt, sei es die Strandpromenade, die herausgeputzte Innenstadt, die sich im Bau befindenden <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Flame_Towers">Flame Towers</a> oder den zahlreichen Luxushotels. Aber hinter der Fassade und etwas außerhalb des Stadtzentrums sieht man Straßenzüge alter Gebäude die den fantastischen Plänen der Regierung weichen müssen, matschige Straßen und die alltäglichen Probleme der „normalen“ Menschen. Auch wir haben bei unserem zweiten Host, Gokhan, kein Wasser, da der Tank bei den niedrigen Temperaturen eingefroren ist. Und auch die Laternen brennen nur in den Prachtstraßen. Für eine riesige Lichtshow am Theater, die für den Eurovision Song Contest im Mai wirbt, scheint aber genug Elektrizität und vor allem Willen da zu sein. </p>
<p>Wie dem auch sei, auch ohne Wasser und bei frostigen Temperaturen geben sich unsere Hosts die allergrößte Mühe uns nicht nur den Aufenthalt angenehm zu gestalten, sie organisieren uns auch ein paar abwegigere Touren. So geht es nach der Stadtbesichtigung am Sonntag, am Montag durch die Ölfelder bei Baku zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ateschgah_von_Baku">Ateschgah Feuertempel</a>. Am Dienstag steht dann die Besichtigung des Insel Pirallahi ganz am Ende der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ab%C5%9Feron_%28Halbinsel%29">Abscheron-Halbinsel</a> an, ehe wir uns am Mittwoch in das kleine beschauliche Sheki machen. </p>
<p><strong>Ölgewinnung auf Abscheron:</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835938603/" title="Absheron peninsula von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7146/6835938603_14c853cc39_b.jpg" width="700" height="465" alt="Absheron peninsula"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835947747/" title="Absheron peninsula von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7150/6835947747_806b8cbfb8_b.jpg" width="700" height="465" alt="Absheron peninsula"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835957993/" title="Absheron peninsula von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7166/6835957993_f8eef253d4_b.jpg" width="700" height="465" alt="Absheron peninsula"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835979177/" title="Absheron peninsula von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7013/6835979177_4edb2485d2_b.jpg" width="700" height="1054" alt="Absheron peninsula"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835969009/" title="Absheron peninsula von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7170/6835969009_f3408a49d8_b.jpg" width="700" height="465" alt="Absheron peninsula"></a></p>
<p><strong>Insel Pirallahi:</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836060893/" title="Pirallahi Island von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7144/6836060893_ebc4f3ac36_b.jpg" width="700" height="465" alt="Pirallahi Island"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836073581/" title="Pirallahi Island von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7145/6836073581_de7d533790_b.jpg" width="700" height="465" alt="Pirallahi Island"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836271587/" title="Pirallahi Island von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7004/6836271587_a35d7d8217_b.jpg" width="700" height="465" alt="Pirallahi Island"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836282807/" title="Pirallahi Island von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7018/6836282807_d97d42f7af_b.jpg" width="700" height="465" alt="Pirallahi Island"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836295877/" title="Pirallahi Island von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7146/6836295877_2070bd6289_b.jpg" width="700" height="465" alt="Pirallahi Island"></a></p>
<p>In der noch mehr eingeschneiten Kleinstadt werden wir noch freundlicher empfangen und großzügigst verpflegt. Dort kommen wir nicht nur das erste mal mit der traditionellen aserbaidschanischer Küche in Kontakt (die geschichtsbedingt der Iranischen sehr ähnelt) sondern auch mit der sehr männerdominierten Gesellschaft abseits des kosmopolitischen Bakus. </p>
<p>In den Teehäusern wird sich ungläubig umgeblickt, sobald ich mit meinen drei Begleiterinnen den Raum betrete. Und auch im allgemeinen Straßenbild sind Frauen eher rar gesät. Und auch bei den Gesprächen mit einem jungen Aseri den wir im Bus kennen lernen und der uns einen Tag lang durch Sheki führt, erfahren wir, dass die Familie nach wie vor den Lebensweg bestimmt. </p>
<p><strong>Sheki:</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836319895/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7149/6836319895_eab0d4aefb_b.jpg" width="700" height="416" alt="Sheki"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836360511/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7145/6836360511_cc2c9c4d64_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sheki"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836419909/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7006/6836419909_c49f711466_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sheki"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836374911/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7152/6836374911_fb784ca00d_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sheki"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836405421/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7162/6836405421_f530605469_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sheki"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836431725/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7033/6836431725_1a3d1b5d67_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sheki"></a></p>
<p><strong>Aserbaidschanische Gastfreundschaft:</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836484493/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7171/6836484493_2622b61815_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sheki"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836524397/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7034/6836524397_3d29fe0d2c_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sheki"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836602743/" title="Sheki von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7165/6836602743_e17f5aed7d_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sheki"></a></p>
<p>In der letzten Station unser kurzen Reise bestimmen wir diesmal selber, wo es hingehen soll – anders als in den anderes Städten konnten wir in der ehemaligen Hauptstadt Ganja keinen Couchsurfer finden. Die Suche nach einer Unterkunft erweißt sich trotz Lonely Planet als äußerst schwierig. Zu teuer oder schlicht zu weit außerhalb der Stadt sind die vorgeschlagenen Hotels. An preiswerte Pensionen oder gar Privatunterkünfte ist nicht zu denken. Uns bleibt somit nichts anders übrig als das Hotel Kapaz aufzusuchen. Im angesprochen Reiseführer wird dieses folgendermaßen beschrieben:<br />
<em><br />
<blockquote>„Staff assume that anyone who’s crazy enough to check in to this monstrous hulk of decomposing concrete must also be mad enough to pay whatever they’re asked. The ragged room we saw was barley worth AZN5, certainly not the AZN  20 demanded. Don’t count on hot water. Only the 6th to 8th floors function and even here floor managers cackle at guests rather than helping. Bizarrely lifts work up only.”<br />
(Quelle: Lonely Planet. Georgia, Armenia &#038; Azerbaijan, 2008, S. 282)</p></blockquote>
<p></em></p>
<p>Diese bereits vier Jahre alte Beschreibung beschreiben die Zustände in diesem 1970 erbauten „Horrorhotel“ nur ansatzweise: Wir haben keine Heizung, kein Wasser, undefinierbare Flecken auf den Bettdecken und der angesprochene Aufzug muss vom Personal auf Höhe der richtigen Etage manuell gestoppt werden. Wir versuchen das Gesehene mit Alkohol zu betäuben, auch um die umgerechnet 15 Euro pro Person schnell zu vergessen oder es einfach als das größte Abenteuer der gesamten Reise abzutun. So fällt es uns nicht allzu schwer uns am darauf folgenden Tag vom Land zu verabschieden und nach gut fünf Stunden per Marschrutka-Hopping wieder „zu Hause“ zu sein.  </p>
<p><strong>Das &#8220;Hotel&#8221; Kapaz:</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836647393/" title="Ganja von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7004/6836647393_7b8534f88d_b.jpg" width="700" height="465" alt="Ganja"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836468307/" title="Ganja von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7153/6836468307_e482e85738_b.jpg" width="700" height="508" alt="Ganja"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6835634829/" title="Ganja von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7025/6835634829_eb2ca62b1b_b.jpg" width="700" height="465" alt="Ganja"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6836452513/" title="Ganja von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7011/6836452513_758f358981_b.jpg" width="700" height="465" alt="Ganja"></a></p>
<p><strong>Alle Fotos der Reise <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157629215402849/">hier</a>.</strong></p>
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		<title>Der Iran in Fotos</title>
		<link>http://unblogbar.org/2012/01/der-iran-in-fotos/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 13:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich letzte Woche besonders viele Buchstaben rausgehauen habe, haue ich heute alle sehenswerten Fotos der zweiwöchigen Iran-Reise mit einmal raus. Alle Fotos, insgesamt 89, findet ihr bei Flickr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Teheran von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706907543/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7163/6706907543_9c25fd6d83_b.jpg" alt="Teheran" width="700" height="465" /></a><br />
Nachdem ich letzte Woche besonders viele Buchstaben rausgehauen habe, haue ich heute alle sehenswerten Fotos der zweiwöchigen Iran-Reise mit einmal raus.<br />
<strong><span id="more-1723"></span></strong><br />
<a title="Teheran von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706894789/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7154/6706894789_4bbdbbd025_b.jpg" alt="Teheran" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Teheran von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706902629/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7021/6706902629_6ebdc6377a_b.jpg" alt="Teheran" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Teheran von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706918859/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7144/6706918859_0a37c51da8_b.jpg" alt="Teheran" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Teheran von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706924451/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7175/6706924451_3fb4784b7e_b.jpg" alt="Teheran" width="700" height="1054" /></a><br />
<a title="Teheran von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706944189/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7006/6706944189_19d9112574_b.jpg" alt="Teheran" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706947675/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7035/6706947675_293430453e_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706956907/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7148/6706956907_9e4e379437_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706960135/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7028/6706960135_68f05eccc8_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706965273/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7002/6706965273_00d29f19f4_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706971871/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7163/6706971871_ea3f24e8a2_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="1054" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706977385/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7035/6706977385_967567c620_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6706985385/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7017/6706985385_5af95d691f_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="1173" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707006269/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7006/6707006269_ff7c027e58_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707015709/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7035/6707015709_e7f91ce2d3_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707021243/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7030/6707021243_69dbc86aa2_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707028253/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7151/6707028253_eed66a612e_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="593" /></a><br />
<a title="Kashan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707034727/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7035/6707034727_4d8242ab9d_b.jpg" alt="Kashan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707043885/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7031/6707043885_6ebccec975_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="1054" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707056281/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7002/6707056281_a14693bfcb_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="1054" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707065055/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7169/6707065055_ff91aea661_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707068765/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7005/6707068765_4841ed345d_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707082651/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7154/6707082651_47ea80a6cf_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707086147/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7018/6707086147_0595b59779_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="1054" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707094257/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7174/6707094257_13687ba789_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="981" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707097857/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7169/6707097857_bfe6621920_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707104373/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7007/6707104373_9b3cf42368_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707112407/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7155/6707112407_44786fd0bb_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a><br />
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<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707146211/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7030/6707146211_460de0abe3_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a><br />
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<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707189189/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7146/6707189189_287209c6e0_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Isfahan von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6707195573/"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7148/6707195573_07f0a23254_b.jpg" alt="Isfahan" width="700" height="465" /></a></p>
<p><strong>Alle Fotos, insgesamt 89, findet ihr bei <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157628892516891/">Flickr</a>.</strong></p>
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		<title>Fünfter Akt: Die Rückreise</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 09:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
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		<category><![CDATA[Kaukasien]]></category>
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		<description><![CDATA[Nicht nur mein sich dem Ende zuneigendes Visum, vor allem mein Studium „zu Hause“ in Tbilissi erinnert mich daran den Rückweg anzutreten. Nahezu eine Woche vor dem Ablaufen der 15 Tage hatte ich mir bereits das Zugticket von Teheran nach Van gekauft – erste Klasse im 4er Abteil für umgerechnet 17€. Leider versäumte ich es, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_6.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_6.jpg" alt="" title="Reisebericht_6" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1696" /></a><br />
Nicht nur mein sich dem Ende zuneigendes Visum, vor allem mein Studium „zu Hause“ in Tbilissi erinnert mich daran den Rückweg anzutreten. Nahezu eine Woche vor dem Ablaufen der 15 Tage hatte ich mir bereits das Zugticket von Teheran nach Van gekauft – erste Klasse im 4er Abteil für umgerechnet 17€. Leider versäumte ich es, auch die sehr gute Komplettverpflegung für einen Apfel und ein Ei dazuzubuchen. Bis Donnerstag musste ich aus dem Land kommen, sodass ich mich am Mittwochmorgen in den Reisebus in die iranische Hauptstadt setze und Meysam, „Goodbye and see you soon!“, sagte.<br />
<strong><span id="more-1694"></span></strong><br />
Die Fahrt geht ereignislos wie schnell vorbei. Ein Halt wird nur an einer Art Raststätte inmitten der iranischen Einöde gemacht. Zurück in Teheran erwartet mich dann wieder der Trubel. Die Stadt besitzt vier Terminals, so nennt man die Busbahnhöfe, die sich jeweils in einer Himmelsrichtung befinden. Der südliche Busbahnhof, an dem ich auch aussteige, liegt rund 20 Minuten Fußmarsch vom Hauptbahnhof entfernt. Damit kann ich mir das Geld für das Taxi sparen kann und dieses in den wirklich allerletzten Kabab investieren. Dies wird leider auch der Schlechteste (aber auch Billigste) der ganzen Reise. Die letzten 60.000 Rial (20.000 Rial entsprechen ungefähr einem Euro) setzte ich dann für Pistazien, zum Verzehr für die 24-stündige Zugfahrt, um. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0183.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0183.jpg" alt="" title="_DSC0183" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1703" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0196.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0196.jpg" alt="" title="_DSC0196" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1704" /></a><br />
<em>Spielzeugzug im Bahnhofsgebäude</em></p>
<p>Auf dem Weg zum Bahnhof, frage ich sicherheitshalber einmal nach dem Weg und prompt treffe ich auf einen iranischen Landwirtschaftsprofessor, der nicht nur in Deutschland (teilweise) ausgebildet wurde, sondern sich sogar noch an die Namen seiner Deutschlehrer von vor über 30 Jahren erinnert. Er ist zwar redlich bemüht sich mit mir auf Deutsch zu unterhalten, doch schnell wechseln wir auf Englisch. Wenn man von Teheran einen internationalen Zug nimmt, dann benutzt man nicht das Hauptgebäude, sondern man muss etwas abseits, linkerhand, das internationale Terminal aufsuchen. Da mein Professor sich auch damit auskennt, bringt er mich gleich bis zum richtigen Eingang und schenkt mir am Ende noch einige Süßigkeiten. Ich glaube, die Iraner haben immer etwas zum verschenken dabei und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0198.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0198.jpg" alt="" title="_DSC0198" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1705" /></a></p>
<p>Bis der Zug abfährt sind es noch einige Stunden, sodass ich nicht nur das erste Mal mein mitgeschlepptes Buch lesen kann, sondern auch meine Mitreisenden beobachten kann. Außer zwei Touristen, die mir sofort auffallen, scheinen alle anderen Iraner zu sein. Ob vom Bahnpersonal so geplant oder Zufall, natürlich komme ich genau mit jenen zwei Touristen in ein Abteil, ein Türke der auch nur bis Van fährt, komplettiert unser Quartett. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0204.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0204.jpg" alt="" title="_DSC0204" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1706" /></a><br />
<em>Abfahrt!</em></p>
<p>Die angesprochenen zwei Reisenden sind alte australische Schulfreunde, die zusammen den Mittleren Osten bereisen. Der eine von ihnen scheint bereits die halbe Welt gesehen zu haben, was seine Erzählungen und sein fast vollständig zugestempelter Reisepass zeigt. Da beide die Verpflegung gebucht haben und diese zudem sehr üppig ist, komme ich also doch in den Genuss. Bis zur Grenze bleibt die Fahrt unspektakulär, in Tabriz steht der Zug sogar drei Stunden am Bahnhof. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0210.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0210.jpg" alt="" title="_DSC0210" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1707" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0222.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0222.jpg" alt="" title="_DSC0222" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1708" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0226.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0226.jpg" alt="" title="_DSC0226" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1709" /></a></p>
<p>Am letzen iranischen Bahnhof steigen dann die Beamten zu. Erst denke ich, dass diese den Zug nach zu bezollenden Waren durchsuchen wollen, aber letztendlich bauen sie eine mobile Kontrollstation im Speisewagen auf. Nach und nach holt uns der Schaffner in den Waggon, sodass wir ohne längeren Halt an der iranischen Grenze „abgestempelt“ werden. Weniger Service gibt es dann auf der türkischen Seite. Bei Eiseskälte müssen alle Passagiere und das Personal den Zug verlassen, um dann an zwei Schaltern ihre Reisepässe kontrollieren zu lassen. Das dauert natürlich, sodass sich unser Zugpersonal mit ein paar Grenzbeamten mit einem Tischtennisturnier in einem der Aufenthaltsräume die Wartezeit vertreibt.   </p>
<p>Kaum haben wir die türkische Grenze überquert, sieht man die iranischen Frauen auf einmal nur noch in Jogginganzug und ohne Kopftuch, statt vorhergehenden schicken Mäntel und Schals um die Köpfe. Für mich heißt es dann nicht nur Abschiednehmen von meinen Mitreisenden, sondern auch die Beine in die Hand zu nehmen. Denn in Van angekommen bleiben mir nur 20 Minuten um vom Bahnhof zum rund 500m entfernten Busbahnhof zu kommen, um dort den allerletzten Bus des Tages zu bekommen. </p>
<p><iframe width="700" height="600" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&amp;msid=215128457229663945284.0004b662aa656e81bfb49&amp;ie=UTF8&amp;t=m&amp;vpsrc=6&amp;ll=37.370157,46.669922&amp;spn=10.471294,15.358887&amp;z=6&amp;output=embed"></iframe></p>
<p>Außer Puste und kurz vor einer Hustenattacke aufgrund der Kälte – Minus 20 Grad – schaffe ich es natürlich rechtzeitig und der Bus ist glücklicherweise auch noch nicht ausgebucht. Beruhigt kann ich im warmen Bus mit dem Ziel Erzurum schlafen. Die Stadt erreichen wir am Freitagmorgen. Von hier wollte ich eigentlich Richtung Kars gen Georgien trampen, doch kurzerhand ergibt sich eine sehr attraktive Alternative und gleichzeitig größte Fehlentscheidung der ganzen Reise, wie sich nur wenig später herausstellen sollte: ein Direktbus nach Tbilissi für 80 Lira, nur 30 Minuten nach meinem Ankommen.<br />
Doch nun beginnt erst die wahre Odyssee: Bereits wenige Kilometer hinter Erzurum gibt der Bus seinen Geist auf. Während man fünf Stunden versucht das Problem zu beheben – unter der Zuhilfenahme eines anderen Reisebusses, der Polizei und eines LKWs – machen einige Mitfahrer ein Lagerfeuer am Straßenrand, um der Kälte zu entfliehen. Nach dieser eher behelfsmäßigen Reparatur geht es dann an diesem Freitag immerhin bis Göle, wo der Bus ein zweites Mal abnippelt. </p>
<p>Es scheint ein Problem mit dem Drucksystem des Busses vorzuliegen. Mit Treckern einiger Bauern versucht man zwar den Bus wieder zum laufen bzw. anspringen zu bewegen. Doch mehr als ihn zum Straßenrand zu schleppen ist heute nicht mehr drin. Einige Passagiere haben Glück, für sie werden Marschrutkas in ihre türkischen Städte bereitgestellt. Doch ein iranisches Ehepaar, genauer gesagt Aseris und deswegen des türkischen mächtig, und ich haben doppelt Pech. Denn unser Gepäckfach bleibt aufgrund des zu geringen Druckes geschlossen und auch nach Tbilissi fährt kein Minibus. Man deutet uns an, doch in einem Hotel zu übernachten. Ich versuche verständlich zu machen, dass das zwar wohl nicht anders geht, ich aber auf keinem Fall bereit bin jenes zu bezahlen. Auf türkisch gibt man mir zu verstehen, dass das schon okay ist. </p>
<p>Die Sache scheint damit fürs erste für mich erledigt, zumindest für die Nacht. Doch am nächsten Morgen – Samstag – sind die Probleme natürlich immer noch nicht aus der Welt geschafft. Der Bus wartet bis Mittag(!) immer noch auf seine Reparatur und das Hotel soll natürlich auch durch mich bezahlt werden, ich weigere mich beharrlich. Und auch das iranische Ehepaar, Hussein und Simya, solidarisiert sich mit mir. Sie sagen, dass ich ab da an ihr Sohn sei und das ja unser gemeinsames Problem sei. Auch geben sie mir Essen und natürlich iranische Nüsse. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0233.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0233.jpg" alt="" title="_DSC0233" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1710" /></a></p>
<p>Irgendwann am Nachmittag ist dann aber doch der Bus zumindest einigermaßen fahrbereit, für die nur doch drei übrig gebliebenen Fahrgäste. Immerhin weitere 50 Kilometer schafft der Bus es heute, ehe er abermals zusammenbricht. Wieder wird der Bus mit einem Trecker zu einer Tankstelle geschleppt, wo die mittlerweile fünf mitfahrenden Angestellten des Reiseunternehmens nun endlich ernsthaft versuchen das Problem zu beheben. Um 22 Uhr scheint dann der Bus wirklich wieder fit zu sein – Tbilissi rückt also wieder in den Bereich des möglichen. Aufgrund der zahlreichen Aussetzer kommt aber diesmal ein weiterer Hinderungsgrund hinzu: der Grenzübergang bei Posof ist nachts geschlossen. So werden wir abermals gezwungen in einem Hotel – nur 14 Kilometer von Georgien entfernt – zu übernachten. </p>
<p>Nun eskaliert die Sache abermals, als man mich zwingen will die Rechnung zu übernehmen. Das lasse ich mir nicht gefallen, wünsche dem iranischen Paar noch viel Glück und Erfolg und danke ihnen für die Unterstützung, sowie dem Busunternehmen die Krätze an den Hals.</p>
<p>So verlasse ich als „freier Mann“ das Hotel und wärme mich erstmal bei einer Tasse Tee bei einem Tankstellenagestellten auf. Wenig später suche ich mir eine günstigere Bleibe für die Nacht, in der ich prompt von feiernden Türken auf ein Bier eingeladen werden. Nur der Weit, der selber ins Bett möchte, beendet den feucht-fröhlichen Abend. Am Sonntagmorgen treibt mich dann mein Handywecker aus dem Bett, gegen 8.30 Uhr stehe ich an der Straße, um den restlichen Weg bis nach Tbilissi zu trampen. Die Straße ist zwar kaum befahren, doch bereits das allererste Auto nimmt mich ein paar Kilometer mit, dass zweite bringt mich bis zur Grenze. Mit einem herzlichen „Gamardschoba!“ freue ich mich nicht nur wieder zurück in Georgien zu sein, auch die Grenzbeamten in der nagelneuen Kontrollstelle frohlocken ob der einzigen Kundschaft. </p>
<p>Auf der anderen Seite kommt dann auch gleich ein Taxi, was mich abermals für einen Fantasiepreis in die nächst größere Stadt, Akhaltsikhe, bringt. Dort halte ich den Daumen raus, um nach gut einer Stunde Standzeit einen direkten Lift mit zwei Geschäftsmännern in die georgische Hauptstadt zu bekommen. Nur wenige hundert Meter von „daheim“ werfen sie mich raus und ich kann endlich, am Sonntagnachmittag, das erste georgische Bier des neuen Jahres öffnen: „Gagimardschos!“  </p>
<p><strong>In eigener Sache und zur Klarstellung: Mit meinem – äußerst subjektiven – Reisebericht möchte ich nichts beschönigen, vor allem was die Menschenrechtslage oder die Politik des Landes angeht (eine Bewertung steht mir auch gar nicht zu). Es ging mir allein darum, dass der Iran nicht <em>der Iran</em> ist und das die Menschen – wie überall – sich äußerst selten mit den Regierenden und/oder Herrschenden gleichsetzen lassen. Das trifft vielleicht dort sogar noch mehr zu als in Europa, was mir durch zahlreiche persönliche Gespräche mitgeteilt wurde. Letztendlich hoffe ich, dass sich nicht nur mein Horizont erweitert hat und ich die Schönheit und die Herzlichkeit der Menschen dieses Landstriches etwas zeigen konnte. Irgendwelche Befürchtungen kann man nur haben, wenn man die Augen und den Geist nicht öffnet.</strong></p>
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		<title>Vierter Akt: Die Hälfte der Welt</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 11:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Isfahan ist die Hälfte der Welt“, sagt ein persisches Sprichwort. Die alte Hauptstadt mit ihren über 1,5 Millionen Einwohnern befindet sich rund 400 Kilometer südlich von Teheran. Während der „goldenen Zeit“ der Safawiden, in deren Dynastie vom 15. bis zum 18. Jahrhundert sich der schiitischen Islam als Staatsreligion etablierte, wurde Isfahan durch zahlreiche Prachtbauten, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_5.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_5.jpg" alt="" title="Reisebericht_5" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1648" /></a><br />
„Isfahan ist die Hälfte der Welt“, sagt ein persisches Sprichwort. Die alte Hauptstadt mit ihren über 1,5 Millionen Einwohnern befindet sich rund 400 Kilometer südlich von Teheran. Während der „goldenen Zeit“ der Safawiden, in deren Dynastie vom 15. bis zum 18. Jahrhundert sich der schiitischen Islam als Staatsreligion etablierte, wurde Isfahan durch zahlreiche Prachtbauten, die selbsternannte „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meid%C4%81n-e_Em%C4%81m#Scheich-Lotfoll.C4.81h-Moschee">schönste Moschee der Welt</a>“, Paläste und Gartenanlagen in gewaltigen Umfang verschönert – mit dem eindrucksvollen 9 Hektar großen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meid%C4%81n-e_Em%C4%81m">Platz des Imams</a> im Zentrum.<br />
<strong><span id="more-1647"></span></strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9726.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9726.jpg" alt="" title="_DSC9726" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1669" /></a><br />
<em>Die Jameh Moschee, das Hauptgotteshaus für das Freitagsgebet</em></p>
<p>Bevor ich in den Iran kam, hatte ich – Schande auf mein Haupt – noch nie von dieser atemberaubenden Stadt gehört. So machet mir jeder den Mund wässrig, der mir von dieser wahrlichen Prachtstadt erzählt. Ich muss dort also unbedingt hin. Das iranische Schienennetz ist zwar eher weitmaschig, aber die wichtigsten Städte sind bequem über Nacht mit dem Zug – in diesem Fall für weniger als 4 Euro – erreichbar. </p>
<p>Die Geschichte beginnt also wieder da, wo sie in Teheran geendet hat – am Bahnhof. Die Wartezeit auf den Zug verkürzt sich wie im Flug, als mich mal wieder ein Iraner anspricht, der ebenfalls auf seinen Zug wartet. Die Fragen ähneln sich zwar oft (Wo kommt man her?  Wie gefällt es einem?  Und ist man verheirat?), man ist aber jedes Mal verwundert ob der Offenheit der Iraner und der doch vielen Ähnlichkeiten zu uns Europäern. Oft fällt auf, dass die Iraner ein viel zu liberales Bild des „alten Kontinenten“ haben. Durch viele Gespräche, auch mit unterschiedlichen Generationen, habe ich den Eindruck bekommen, dass sich die Traditionen und Verhaltensweisen immer mehr lockern. Was vor zehn Jahren noch undenkbar war, wie eine Freundin bzw. einen Freund zu haben ohne ihn zu heiraten, ist mittlerweile gang und gäbe. Selbstverständlich findet diese Entwicklung ausgehend von den großen Städten statt, doch sie ist vermutlich unaufhaltsam und lässt – nicht nur mich – positiv in die Zukunft blicken. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9689.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9689.jpg" alt="" title="_DSC9689" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1668" /></a><br />
<em>Ein breites Angebot an Tschadors vor der Jameh Moschee</em></p>
<p>Im Nachtzug teile ich dann mein 6er-Abteil unter anderem mit zwei Studenten und drei älteren Iranern. Wie sich später herausstellt, gehören diese einem Stamm an, der sich mehr oder weniger auf seine „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arier">arischen Wurzeln</a>“ beruft. Das ist erst einmal nichts abwegiges, denn die deutsche Übersetzung von Iran ist „Land der Arier“. Arg abwegig wird es aber, als einer der Männer damit eine „Volksnähe zu den Deutschen“ beweisen möchte – um die Bedeutung seines Stammes gegenüber mir, aber auch innerhalb des Irans hervorzuheben. So schildert es mir einer der Studenten, dem es sichtlich peinlich ist mir das Gesagte zu übersetzen. Er ist einerseits bemüht es korrekt hinüberzubringen, andererseits distanziert er sich mir gegenüber ebenfalls dieser Meinung. Was natürlich dadurch erleichtert wird, dass die Männer kein Englisch verstehen. So kommt auch dieses lustige Detail am Rande zustande: Ein Stammesmitglied bedankt sich am Ende seines Monologs bei dem Studenten für die Übersetzung und fragt ihn, wo er denn so perfekt Deutsch gelernt habe. Daraufhin erwidert der angehende Betriebswissenschaftler ihm, das man sich eigentlich auf Englisch unterhalten habe. Das kann der erstaunte „Arier“ nur damit kommentieren, dass man doch nicht so eine „imperialistische Sprache verwenden“ solle und doch lieber Deutsch lernen sollte. </p>
<p>Andeutungen auf die USA aber vor allem auf Israel und ihre Rolle in der Region gab es davor und danach noch einige Male. Vor allem aber von einigen älteren Menschen. Man sollte das meiner Meinung nicht allzu hoch gewichten, erinnert es mich doch auch an die Georgier, welche Russland hassen, aber nichts gegen russische Freunde oder die Sprache einzuwenden haben. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9811.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9811.jpg" alt="" title="_DSC9811" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1672" /></a><br />
<em>Die Ringautobahn</em></p>
<p>Zurück nach Isfahan. Gegen sechs Uhr erreicht der Zug den Kopfbahnhof, der ungewöhnlicherweise sehr weit außerhalb der Stadt liegt. Ausgestattet mit einem Zettel und der Telefonnummer meines Couchsurfing-Hosts, Meysam, suche ich mir den erstbesten Taxifahrer, deute ihm an, die Nummer zwecks Wegbeschreibung zu wählen, um mich dann letztendlich dorthin zubringen. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9602.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9602.jpg" alt="" title="_DSC9602" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1665" /></a><br />
<em>Meysam</em></p>
<p>Meysam, der mich nach Isfahan eingeladen hat (Couchsurfing funktioniert also auch andersherum – und das besonders hervorragend im Iran!), empfängt mich mit offenen Amen in seiner großen Zweiraumwohnung. Er meint gleich nach meinem Eintreten in das Wohnzimmer schmunzelnd, dass es wohl der „beschissenste“ Zeitpunkt für mich ist, bei ihm einzutreffen, da die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hocktoilette">(Hock-)Toilette</a> (grade verstopft war und er bereits seit Stunden auf den Klempner wartete. Der traf dann auch wenig später ein und die Sache war damit erledigt. Eine Anmerkungen noch zu den Klos: in Touristengegenden findet man auch immer eine „normale“ Variante. Der Durchschnitt der Etablissements ist auch durchaus sauber. Soviel zu diesem Thema.</p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9935.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9935.jpg" alt="" title="_DSC9935" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1679" /></a><br />
<em>Gemeinsame &#8220;Silvesterfeier&#8221; in der Scheich-Lotfollāh-Moschee mit meinen Tbilisser Mitbewohnern: Edvinas, Auste, Filip und meiner Jacke</em></p>
<p>Meysam entpuppte sich nicht nur als ebenso begeisterter Fotograf, sondern auch als hervorragend ausgestatteter Guide und Kosmopolit. So erkundeten wir nicht nur mit unseren eigenen Füßen die Stadt, sondern vor allem mit seinem Motorrad und seinem Auto. Eigentlich hatte ich vor, nach ein paar Tagen weiter nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yazd">Yazd</a> zu ziehen, doch Meysam überzeugte mich mit seiner ungeheuren Gastfreundschaft bis zum Ende in Isfahan zu bleiben. So konnte ich auch zusammen mit Auste, Edvinas und Filip, drei meiner Mitbewohner aus Tbilissi das neue Jahr (in unserem Kalender!) begrüßen, da sie für zwei Nächte auch bei Meysam unterkamen. Ein weiterer Grund war, dass die Stadt wesentlich unhektischer als Teheran auf mich wirkte und irgendwie auch mehr Charme hatte, der sich vielleicht auf mich Fremder wie der „richtige“ Iran anfühlte. So konnte ich noch tiefer in die Stadt eintauchen und mit einigen Freunden Meysams die Zeit intensiver verbringen – so erlebte und erfuhr ich hautnah, dass im Iran im „Untergrund“ nahezu alles möglich ist… </p>
<p><strong>Stadtansichten:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0166.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0166.jpg" alt="" title="_DSC0166" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1654" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0106.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0106.jpg" alt="" title="_DSC0106" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1651" /></a><br />
<em>Weihnachten im armenischen Viertel der Stadt, &#8220;Jolfa&#8221;</em></p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9959.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9959.jpg" alt="" title="_DSC9959" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1680" /></a><br />
<em>Meidān-e Emām (&#8220;Platz des Imams&#8221;), links Scheich-Lotfollāh-Moschee und recht die Königsmoschee (Masdsched-e Emām)</em></p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9758.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9758.jpg" alt="" title="_DSC9758" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1670" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9654.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9654.jpg" alt="" title="_DSC9654" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1667" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9615.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9615.jpg" alt="" title="_DSC9615" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1666" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0107.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0107.jpg" alt="" title="_DSC0107" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1652" /></a><br />
<em>Alle 10 Meter: Spendenboxen für die Zakat (Almosensteuer)</em></p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9781.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9781.jpg" alt="" title="_DSC9781" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1671" /></a></p>
<p><strong>Königsmoschee:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9928.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9928.jpg" alt="" title="_DSC9928" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1678" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9911.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9911.jpg" alt="" title="_DSC9911" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1677" /></a></p>
<p><strong>Scheich-Lotfollāh-Moschee:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9460.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9460.jpg" alt="" title="_DSC9460" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1662" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9429.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9429.jpg" alt="" title="_DSC9429" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1661" /></a></p>
<p><strong>Basar:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9405.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9405.jpg" alt="" title="_DSC9405" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1660" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9397.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9397.jpg" alt="" title="_DSC9397" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1659" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0128.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0128.jpg" alt="" title="_DSC0128" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1653" /></a></p>
<p><strong>Brücken über den Fluß Zayandeh Rud:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9386.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9386.jpg" alt="" title="_DSC9386" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1658" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9372.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9372.jpg" alt="" title="_DSC9372" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1656" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9369.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9369.jpg" alt="" title="_DSC9369" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1655" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0028.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC0028.jpg" alt="" title="_DSC0028" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1650" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9383.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9383.jpg" alt="" title="_DSC9383" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1657" /></a></p>
<p><strong>Chehel Sotun-Palast:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9852.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9852.jpg" alt="" title="_DSC9852" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1676" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9846.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9846.jpg" alt="" title="_DSC9846" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1675" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9829.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9829.jpg" alt="" title="_DSC9829" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1674" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9824.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9824.jpg" alt="" title="_DSC9824" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1673" /></a></p>
<p><strong>Selbstzubereitetes Kabab:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9547.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9547.jpg" alt="" title="_DSC9547" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1663" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9592.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9592.jpg" alt="" title="_DSC9592" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1664" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dritter Akt: Die Hauptstadt</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 14:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin heilfroh, dass ich nach drei Übernachtungen in Bus und Bahn endlich in einem richtigen Bett einschlafen kann. Nach dem Ausschlafen gibt es das erste mal für mich ein typisches iranisches Frühstück (einige Hauptmahlzeiten hatte ich zuvor schon mit Ali in Deutschland gekocht). Eine der Basics kann man sich als durchgemixtes Kascha, mit Fleisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_4.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_4.jpg" alt="" title="Reisebericht_4" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1603" /></a><br />
Ich bin heilfroh, dass ich nach drei Übernachtungen in Bus und Bahn endlich in einem richtigen Bett einschlafen kann. Nach dem Ausschlafen gibt es das erste mal für mich ein typisches iranisches Frühstück (einige Hauptmahlzeiten hatte ich zuvor schon mit Ali in Deutschland gekocht). Eine der Basics kann man sich als durchgemixtes Kascha, mit Fleisch und durch viel Honig gesüßt, vorstellen. Das klingt etwas merkwürdig und sieht auch aus wie grauer Brei, welcher zudem Fäden zieht. Deutlich mehr mag ich da den Schwarztee und die typischen dünnen Fladenbrote, die am Morgen mit Honig und Frischkäse verspeist werden. Auch Früchte, vor allem Granatäpfel, gibt es in Hülle und Fülle. Sowie natürlich Nüsse, besonders Pistazien, die immer auf dem Tisch stehen und wie Obst dem Gast zusammen mit Tee gereicht werden.<br />
<strong><span id="more-1601"></span></strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9206.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9206.jpg" alt="" title="_DSC9206" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1622" /></a></p>
<p>Am ersten Tag werden wir von einem alten Schulkumpel Alis abgeholt, um mit ihm in eine der zahlreichen Vorstädte von Teheran zu fahren. In Karaj besuchen wir die Eltern des Kumpels und wenig später komme ich auch das erste mal in den Genuss von <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Kebab.jpg&#038;filetimestamp=20051117051836">Kabāb</a>, der mich in seinen schier unendlichen Formen bzw. Fleischsorten die ganze Reise über kulinarisch begleiten wird. Dazu gibt es (selbstverständlich alkoholfreies) Bier in vielen fruchtigen Geschmacksrichtungen . Etwas verwundert bin ich, dass auch Coca-Cola zum Standardrepertoire eines jeden Restaurants oder Kiosk gehört – aber auch viele andere westliche Marken haben ihre Flagstores in Teheran. Und riesige Malls im amerikanischen Format gibt es auch zuhauf. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8929.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8929.jpg" alt="" title="_DSC8929" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1633" /></a><br />
<em>Von links nach rechts: Saba, Mofa &#038; Peugeot(s)</em></p>
<p>Weniger bunt zeigt sich das Straßenbild. Zu 90% besteht der Verkehr aus weißen oder zumindest hellen Peugeots (diese werden in einem Jointventure im Land selber hergestellt) und dem iranischen SAIPA Saba – dazwischen garantiert immer Motorräder mit Windschutz. Europäische Automarken sieht man fast gar nicht, was auch daran liegt, dass es verboten ist Gebrauchtwagen zu importieren.</p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9048.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9048.jpg" alt="" title="_DSC9048" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1631" /></a><br />
<em>Das Tor von Bagh Melli</em></p>
<p>Im Detail kann und will ich gar nicht auf die die Ereignisse der folgenden sechs Tage eingehen. Tagsüber geht es meistens durch die Stadt, mal alleine, mal mit Ali und einmal mit Couchsurfer Ehsan. Der zeigt mir nicht nur ein paar Orte der Millionenmetropole abseits der Museen und Sehenswürdigkeiten, sondern „enführt“ mich auch in den Untergrund: Kellergaststätten inmitten des großen Basars oder in verwinkelten Gassen, in denen die typischen und alltäglichen iranischen Speisen, wie <a href="http://shabakskitchen.blogspot.com/2008/09/ash-e-reshteh.html">Āsch-e Reschte</a> oder gewürzter Reis mit einem Hähnchen- oder Gänseschenkel, zu sagenhaft günstigen Preisen aufgetischt werden. Aufgrund der großen Inflation wird man aber auch in jedem normalen Restaurant für 2,50€ nicht nur satt, sondern auch vorzüglich verköstigt. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC89221.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC89221.jpg" alt="" title="_DSC8922" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1638" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9063.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9063.jpg" alt="" title="_DSC9063" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1629" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8906.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8906.jpg" alt="" title="_DSC8906" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1634" /></a><br />
<em>Auf dem Basar&#8230;</em></p>
<p>Teheran zeigt sich mir als wuselige, für mich aber kaum zu durchblickende Metropole, die von dutzenden Autobahnen zerschnitten wird – irgendwie wirkt das ganze für mich eher wie ein Bild aus einer US-amerikanischen Serie der 80er-Jahre als der Mittlere Osten. Als einzige Orientierungsmöglichkeit ob des Wirrwarrs bleibt die sehr neue Metro. Ähnlich wie in den (Stadt-)Bussen, dort aber unabdingbar, wird nach Geschlechtern getrennt. In den ersten zwei Waggons haben nur die Frauen Zutritt – diese können sich aber auch zu den Männern in die anderen Wagen quetschen. Denn die U-Bahn ist zwar schnell, sehr leise (vor allem verglichen mit der Ex-Sowjetbahn in Tbilissi), aber auch durchgehend überfüllt. Da sie zudem klimatisiert ist, muss man auch im Sommer keinen durchgeschwitzten Nachbarn fürchten. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8976.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8976.jpg" alt="" title="_DSC8976" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1632" /></a></p>
<p>Als Flucht – nicht vor den Menschenmassen in der Innenstadt sondern vor allem – vor den Traditionen werden die Berge rings um Teheran bevorzugt von der Jugend. Hier kann Mann und Frau sich deutlich freier und ohne größere Befürchtungen treffen – und die Luft ist auch deutlich besser, wenn unten im Tal die besonders im Winter dicke Smogglocke jegliche Sicht auf die Berge versperrt. </p>
<p>Vor meiner Weiterreise laden am Ende Alis Eltern noch zu einem Ausflug nach Kashan ein. Die Stadt liegt etwa 200 km südlich von Teheran und man durchquert auf der rund 2,5 stündigen Fahrt auch wüstenartige – und für mich natürlich besonders faszinierende – Gegenden. Kashan gilt als weitaus konservativer, als beispielsweise die Hauptstadt. Am meisten fällt für mich der Unterschied bei der obligatorische Kopfbeckung der Frauen auf: Statt dem Kopftuch, aus dem in den großen Städten oft die halbe Haarpracht herausschaut, tragen hier auch die meisten jungen Frauen einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tschador">Tschador</a>. </p>
<p>Zwar liegt Kashan auf dem direkten Weg zu meinem nächsten Ziel, Isfahan, doch zusammen fahre ich mit Alis Familie zurück nach Teheran, wo ich bis zum Bahnhof gebracht werde und sie mich nicht ohne Abendessen in der Bahnhofsgaststätte weiterziehen lassen &#8211; Merßi! </p>
<p><strong>Auf dem Weg nach Kashan:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9087.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9087.jpg" alt="" title="_DSC9087" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1627" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9086.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9086.jpg" alt="" title="_DSC9086" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1617" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9083.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9083.jpg" alt="" title="_DSC9083" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1628" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9107.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9107.jpg" alt="" title="_DSC9107" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1626" /></a></p>
<p><strong>Fin-Garten:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9173.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9173.jpg" alt="" title="_DSC9173" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1616" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9124.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9124.jpg" alt="" title="_DSC9124" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1625" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9130.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9130.jpg" alt="" title="_DSC9130" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1624" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9191.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9191.jpg" alt="" title="_DSC9191" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1623" /></a></p>
<p><strong>In Kashan:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9272.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9272.jpg" alt="" title="_DSC9272" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1621" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9283.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9283.jpg" alt="" title="_DSC9283" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1620" /></a><br />
<em>Keine Moschee, sondern ein Ort zum Totengedenken</em></p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9295.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9295.jpg" alt="" title="_DSC9295" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1619" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9229.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9229.jpg" alt="" title="_DSC9229" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1614" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9243.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9243.jpg" alt="" title="_DSC9243" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1613" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9245.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9245.jpg" alt="" title="_DSC9245" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1612" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9246.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9246.jpg" alt="" title="_DSC9246" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1611" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9305.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9305.jpg" alt="" title="_DSC9305" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1610" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9324.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9324.jpg" alt="" title="_DSC9324" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1609" /></a></p>
<p><strong>Auf dem Kashaner Basar:</strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9341.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9341.jpg" alt="" title="_DSC9341" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1608" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9343.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9343.jpg" alt="" title="_DSC9343" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1607" /></a><br />
<em>Delikatessen: Rinderzunge und Schafskopf</em></p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9346.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9346.jpg" alt="" title="_DSC9346" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1606" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9357.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC9357.jpg" alt="" title="_DSC9357" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1605" /></a></p>
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		<title>Zweiter Akt: Die Hinreise</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 16:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Die typischen sowjetischen Waggons stehen bereits abfahrbereit auf dem ersten Gleis im neuen, futuristischen Bahnhof von Tbilissi. Mein Abteil für die kommende Nacht ist schnell gefunden, als mir von hinten auf die Schulter geklopft wird: Als ich mich umdrehe steht Boris, ein türkischer Kommilitone aus dem Russisch-Unterricht, hinter mir. Er ist noch mehr bepackt wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_3.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_3.jpg" alt="" title="Reisebericht_3" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1579" /></a><br />
Die typischen sowjetischen Waggons stehen bereits abfahrbereit auf dem ersten Gleis im neuen, futuristischen Bahnhof von Tbilissi. Mein Abteil für die kommende Nacht ist schnell gefunden, als mir von hinten auf die Schulter geklopft wird: Als ich mich umdrehe steht Boris, ein türkischer Kommilitone aus dem Russisch-Unterricht, hinter mir. Er ist noch mehr bepackt wie ich, er will nämlich die Uni wechseln und nach Batumi ziehen, wie sich wenig später herausstellt.<br />
<strong><span id="more-1577"></span></strong><br />
Während der Zugfahrt verlieren wir uns dann erst einmal aus den Augen. Selbige fallen zudem auch schnell zu. Der georgische Nachtzug nach Batumi erweist sich als wesentlich bequemer als vermutet und ist zudem recht flott unterwegs. Und auch weil die Klischees, wie umherkreisende Wodkaflaschen und laut schnarchende schnauzbärtige Männer, ausbleiben, ist die Fahrt eher vorbei, als es mir recht sein kann: Bereits gegen sieben Uhr morgens erreichen wir die Schwarzmeerküste. </p>
<p>Beim Aussteigen treffe ich dann wieder auf Boris. Ich weiß ja, dass wir das gleiche Ziel haben, nämlich erstmal mit dem Taxi nach Batumi zu kommen. Denn der letzte Bahnhof der Zugverbindung liegt in Makhinjauri, rund 10km außerhalb der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adscharien">adscharischen</a> Hauptstadt. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8840.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8840.jpg" alt="" title="_DSC8840" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1591" /></a><br />
<em>Sandstrand gibt es nur auf der &#8220;anderen Seite&#8221; &#8211; der Strand in Batumi</em></p>
<p>Mit Boris geht es an diesem frühen Morgen erst einmal in ein türkisches Cafe, wo ich ihm detailliert von meinen Reiseplänen erzähle. Auch, dass ich rund 40h Zeit habe, nach Van im Osten der Türkei zu kommen, weil dort <a href="http://www.tcdd.gov.tr/tcdding/ortadogu_ing.html">einmal wöchentlich ein Zug nach Teheran</a> fährt (Achtung, die Abfahrtzeiten haben sich mittlerweile geringfügig geändert!). Diesen Zug will ich unbedingt bekommen, da er sehr preiswert und bequem ist und ich darüber hinaus Zugfahren für die entspannendste Reisevariante halte. Wie meine daheim getätigten Recherchen ergaben, gab es keine direkte Busverbindung zwischen Batumi und Van, sodass ich die 650 Kilometer trampend zurücklegen wollte. Doch Boris überzeugt mich, doch besser die preiswerten und komfortablen türkischen Busse zu nehmen. </p>
<p>So geht es gegen Mittag mit ihm zusammen nach Trabzon, wo Boris seine Eltern besuchen wollte und er mir somit auch beim Ticketkauf helfen konnte (englischsprechende Menschen sind zumindest im Osten der Türkei rar gesät) Im Bus sind wir die einzigen beiden Fahrgäste und werden von zwei Fahrern und einem Steward begleitet. Schlecht für die Angestellten, können sie doch damit nur wenige Zigarettenstangen und Alkohol (legal) über die Grenze bringen: Jeder von uns bekommt eine Plastiktüte in die Hand gedrückt, die die exakte Maximalmenge an zollfreien Waren beinhaltet. Damit und mit unserem Reisepass „bewaffnet“ durchlaufen wir die beiden Grenzkontrollen. Wie so oft überprüfen die Beamten meinen Reisepass besonders akribisch auf seine Echtheit. Da das in diesem Fall besonders lange dauert und sich letztendlich als ergebnislos herausstellt, verzichtet man aufs Röntgen unseres Gepäcks. Drüben in der Türkei angekommen, müssen die Tüten natürlich wieder zurückgeben werden. Die bröselige Straße auf georgischer Seite verwandelt sich zudem schlagartig in eine vierspurige Autobahn, womit auch diese zweite Etappe eine schnelles Ende in der Hafenstadt Trabzon findet. </p>
<p>Die dortige fünfstündige Wartezeit auf meinen Nachtbus nach Van vertreibe ich mir in einer riesigen Shoppingmall (solch ein Konsumüberangebot hatte ich schon etwas vermisst in Tbilissi) und in einem Internetcafé (welches ich weniger vermisste hatte, da ich noch nicht einmal 24h offline war). Während der nächtlichen Fahrt nach Van bin ich dann einerseits vom Luxus im Bus und andererseits von der endlosen schneebedeckten Weite der Osttürkei überrascht. War es am Schwarzen Meer noch angenehm warm, zeigt das Thermometer im Bus auf einmal bis zu Minus 20 Grad Celsius an. </p>
<p><iframe width="700" height="440" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&amp;msid=215128457229663945284.0004b62d1e7070f996364&amp;ie=UTF8&amp;t=m&amp;vpsrc=6&amp;ll=38.754083,46.07666&amp;spn=7.537526,15.358887&amp;z=6&amp;output=embed"></iframe></p>
<p>Gegen 8 Uhr am Donnerstagmorgen erreichen wir dann auch das Ziel der dritten Etappe: Van. In der Stadt gab es erst im Herbst zwei verheerende Erdbeben. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Rotkreuz-_und_Rothalbmond-Bewegung">Rothalbmond</a>-Zelte auf fast allen Gründstücken und sich teilweise im Abriss befindende Häuser sind die wenigen sichtbaren Zeugen von damals. Ein Ort also, an dem man als „Tourist“ eher weniger Zeit verbringen möchte und ich mich etwas fehl am Platz fühle. So steige ich schnell in ein Taxi, um mich zum Bahnhof bringen zu lassen. Dieser ist nur rund 500m weit vom „Otogar“ entfernt, was ich vorher nicht wusste. Doch schon von weitem sehe ich, dass ein gelbes Absperrband jeglichen Zugang zum Gebäude verwehrt. Auch mein Fahrer deutet mir an, dass (angeblich) keine Züge fahren würden. Nachdem ich ihm auch mein eigentliches Reiseziel mit „Iran – Teheran“ verständlich machen kann, schnappt er sich sein Handy und telefoniert herum. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8858.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8858.jpg" alt="" title="_DSC8858" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1589" /></a></p>
<p>Für 300 Lira könne er mich bis zur Grenze fahren oder ich nehme den Minibus von einem „Freund“, der nur 20 Lira kostet. Selbstverständlich nehme ich die zweite Variante. Für seinen Informations- und Fahrdienst quer durch die Stadt verlangt er am Ende 25 Lira &#8211; nicht wenig, wenn man georgische Fahrpreise gewöhnt ist (da kann man locker für ein Fünftel davon quer durch Tbilissi kommen). Immerhin vertrödele ich bei der neuen Variante nicht den ganzen Tag, um auf den Zug zu warten – und spontane Planänderungen machen das Reisen zudem erst zu einem Erlebnis. Nach dem obligatorischen Tee in einem Holzverschlag ist auch der Minibus vollbesetzt und die Fahrt kann losgehen. Länger als erwartet, nahezu vier Stunden, geht es weiter in Richtung Osten nach Yüksekova. Es geht über Gebirgsketten, durch Täler, vorbei an militärischen Kontrollstellen der „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jandarma">Jandarma</a>“ und Dörfern in einheitlichen Brauntönen. </p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8857.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC8857.jpg" alt="" title="_DSC8857" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1590" /></a></p>
<p>Endlich in Yüksekova angekommen will ich zunächst auf einen billigen Minibus warten, doch ein Sammeltaxi, was bis auf einen Platz voll belegt ist, bietet sich kurzerhand als ebenso kostengünstige Alternative an. Für weitere 10 Lira geht es damit bis zur immer noch knapp 40km entfernten türkisch-iranischen Grenze. Diese hatte ich mir etwas opulenter vorgestellt, liegt doch auf einmal nur eine riesige Matschfläche mit einigen Baracken in einem engen Tal vor mir. Nur der aufgemalte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atat%C3%BCrk">Ataürk</a> auf einer Häuserwand auf der einen und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhollah_Chomeini">Ajatollah Chomeini</a> als Standbild auf einem Hügel auf der anderen Seite weisen auf die Bedeutung des Ortes hin. Da ich per pedes unterwegs bin, kann ich die LKW-Warteschlange getrost umgehen, um mich in der Türkei wieder „auszuloggen“ und mich endlich in der islamischen Republik „anmelden“. </p>
<p>Noch bevor ich in den Iran hineingelassen werden, spüre ich nicht nur körperlich (das Gebäude auf iranischer Seite ist beheizt) sondern auch persönlich mehr „Wärme“, als mich der Grenzbeamte mit einem herzlichen und zudem ungebrochenen „Welcome in Iran“ begrüßt. Nachdem geklärt ist, dass ich aus Deutschland komme („beautiful“) und nur ein argloser Student bin („good“), ist der Einreisestempel schneller im Pass als der türkische Kollege die Echtheit des selbigen überprüft hatte. </p>
<p>„Endlich angekommen“, kann ich noch innerlich denken, als bereits eine Meute Iraner auf mich – den westlichen Touri – zustürmt, um mir meine „kostbaren“ US-Dollars in iranische Rials einzutauschen (sämtliche EC- oder Visakarten funktionieren aufgrund der Sanktionen nicht, sodass man unbedingt ausreichend Bargeld mitnehmen sollte!). Ich bin fair, und gebe dem allerersten Tauscher den Zuschlag, der Kurs ist auch recht ordentlich und ich brauche ja die hiesige Währung, um weiter zu kommen. Kaum habe ich den ersten Mob überwunden, wartet auch schon der zweite auf mich: die „Taxi“-Fahrer. Sich gegenseitig um Fantasiepreise unterbietend gebe ich schließlich dem erstbesten mein Okay, bevor mir ein anderer fast meinen Rucksack vom Rücken reist, um mich transportieren zu „dürfen“. </p>
<p>Bevor es in die nächst größere Stadt, Urmia, zum Busbahnhof geht, macht mein Fahrer noch einen Umweg, um seine Mutter mitzunehmen. Auf der Fahrt nach Urmia bekundet er noch schnell seine Sympathie für die Türkei, weil es dort ja Demokratie gebe, ehe er mich am „Terminal“ in der nordwestiranischen Stadt absetzt. Dort ist dann auch schnell der Nachtbus für den letzten Reiseabschnitt in die 800 Kilometer entfernte Hauptstadt gefunden – man spricht eben Englisch, auch in der hinterletzten Busagentur des Landes. Im bevorzugten Transportmittel  dieser Reise setzt sich die jene Erfahrung fort, als mir mein Sitznachbar, ein Elektrotechnikstudent aus Tabriz, den iranischen Liebesfilm im Bordkino übersetzt – mit der Hilfe zweier weiterer jungen Frauen. Zu beachten ist, dass streng nach Geschlechtern getrennt wird und auch ein Ehemann nie neben seiner Frau sitzt. Das kann dann schon mal zu einer „Reise nach Jerusalem“ ausarten, bis die gängigen Sitzregeln eingehalten sind. Man gewöhnt sich aber daran.</p>
<p>Weitaus schwieriger ist hingegen die Kontaktaufnahme mit Ali, der bereits in Teheran auf mein Ankommen wartet. Ich kann ihm nur SMS schreiben, er mich nur anrufen – alle anderen Versuche werden vom iranischen Netzbetreiber geblockt. So bin ich dann mehr als überrascht, als nach der Ankunft um 4 Uhr morgens plötzlich Ali und sein Vater gegenüberstehen und noch mehr als ich erleichtert sind: „Willkommen in Teheran!“</p>
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		<title>Erster Akt: Die Visabeschaffung</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 14:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Idee den Iran zu bereisen existiert seitdem ich mit Ali befreundet bin. Im Frühjahr 2008 lernten wir uns beim gemeinsamen Praktikum in Jena kennen. Mittlerweile ist er Doktorand in Bremen und ich Austauschstudent in Tbilissi. Umso aktueller wurde die Idee, als mir Ali im November mitteilte, dass er über Weihnachten „nach Hause“ kommen würde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_2.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_2.jpg" alt="" title="Reisebericht_2" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1540" /></a>Die Idee den Iran zu bereisen existiert seitdem ich mit Ali befreundet bin. Im Frühjahr 2008 lernten wir uns beim gemeinsamen Praktikum in Jena kennen. Mittlerweile ist er Doktorand in Bremen und ich Austauschstudent in Tbilissi. Umso aktueller wurde die Idee, als mir Ali im November mitteilte, dass er über Weihnachten „nach Hause“ kommen würde und mich infolgedessen einlud ihn zu besuchen.<br />
<strong><span id="more-1539"></span></strong><br />
Die Zeit war ab da an der einzige Gegenspieler, denn aus zahlreichen Berichten wusste ich, dass man rund einen Monat Wartezeit auf ein iranisches Visum einplanen sollte. Somit war das Einreichdatum kurz nach meinem Geburtstag durchaus optimistisch geplant, um noch deutlich vor Weihnachten (nämlich ab dem 20. Dezember) Tbilissi gen Teheran zu verlassen. Zudem war von Anfang an klar, dass nur ein Reise(um)weg über die Türkei in Frage kommt, da mit einem armenischen Visum (und der damit kürzeren sowie direkteren Route) im Reisepass jeglicher Besuch in Aserbaidschan flachfällt – Stichwort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nagorno-Karabach">Nagorno-Karabach</a>. </p>
<p>Am 18. November gab ich also meinen Antrag in der iranischen Botschaft hier in Tbilissi ab, zwei Passfotos, eine Reisepasskopie und 55€ für EU-Bürger sind das Eintrittsgeld. Der sehr freundliche Botschaftsangestellte wünschte mir viel Glück, wir gaben uns die Hand und ich hatte ein gutes Gefühl. Zugegebenermaßen hatte ich dies anders erwartet, irgendwie war es bis hierhin deutlich problemloser als gedacht. Es war keine Einladung nötig und man muss sich auch nicht – wie beispielsweise in Russland oder (zumindest offiziell) in Serbien – am jeweiligen Reiseort registrieren. Die einzige Hürde stellt damit die Wartezeit und damit die Ungewissheit da.</p>
<p>Wochenlang machte ich mir auch keinerlei Sorgen, dass das mit der Reise nicht klappen könnte. Eine Woche vor dem geplanten Abreisetermin fing ich dann aber doch an, nervös zu werden. Ich hakte persönlich bei der Botschaft nach, worauf man mir mitteilte, dass man noch keine Antwort aus Teheran habe. Einen Tag vor meiner nach wie vor geplanten Abreise wurde ich abermals vor Ort vorstellig – die Antwort des Angestellten blieb aber gleichfalls negativ. Das war am Morgen des 19. Dezembers. Am selben Nachmittag bekam ich dann mit, dass meine Mitbewohner, die zeitgleich ihr Iranvisum beantragt hatten, ihre Einreiseerlaubnis am darauf folgenden Dienstag bekommen könnten. </p>
<p>Mit dieser Information machte ich mich abermals auf dem Weg zur iranischen Auslandsvertretung. Doch der zuständige Konsul war nicht mehr zu erreichen, sodass ich am nächsten Tag, besagtem Dienstag den 20. Dezember und eigentlicher Abreisetag, wiederkommen sollte. Pünktlich um 10 Uhr stand ich dann zum insgesamt fünften Mal auf der Matte &#8211; innerlich äußerst angespannt. Eigentlich mussten ja nur noch die letzten Formalien geklärt werden. Es zeigte sich aber, dass letztendlich meine Immatrikulationsbescheinigung der Tbilisser Uni die Tür öffnete – als offizieller (quasi) georgischer Student war es nun auf einmal nur noch Formsache. Und tatsächlich konnte ich gut fünf Stunden vor der Abfahrt mein Visum abholen und wenig später gut gelaunt die „<a href="http://nashpoezd.narod.ru/2008/poezda/101/image034.jpg">Platzkarta</a>“ für den Zug kaufen. Die Reise war damit im allerletzten Moment perfekt, die letzte und höchste Hürde genommen. Überschwänglich ging es zum Tbilisser Bahnhof, um den Nachtzug nach Batumi zu nehmen.</p>
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		<title>Der Iran – Ein Reisebericht in fünf Akten</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 19:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Würde der Iran in Osteuropa liegen, so wäre ich dort vermutlich nicht nur einmal in irgendeiner Bahnhofsspelunke oder Innenstadtkneipe versackt. Denn sooft wie nie zuvor wurde ich angesprochen, in Gespräche verwickelt und schlussendlich auf einen Tee eingeladen. Es blieb natürlich beim Tee, denn in der islamischen Republik herrscht selbstverständlich Alkoholverbot. „Hello, welcome to Iran!“, entgegnet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_intro.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/Reisebericht_intro.jpg" alt="" title="Reisebericht_intro" width="700" height="466" class="alignnone size-full wp-image-1534" /></a><br />
Würde der Iran in Osteuropa liegen, so wäre ich dort vermutlich nicht nur einmal in irgendeiner Bahnhofsspelunke oder Innenstadtkneipe versackt. Denn sooft wie nie zuvor wurde ich angesprochen, in Gespräche verwickelt und schlussendlich auf einen Tee eingeladen. Es blieb natürlich beim Tee, denn in der islamischen Republik herrscht selbstverständlich Alkoholverbot.<br />
<strong><span id="more-1527"></span></strong><br />
„Hello, welcome to Iran!“, entgegnet es einem auf dem Weg zum Basar, in der Metro oder einfach beim Spaziergang durch die Stadt. Die Menschen sind neugierig und aufrichtig interessiert, warum man denn ausgerecht ihr Land bereist. Sie stellen Fragen, ich frage ebenso neugierig zurück, um die gängigen Stereotypen und Vorurteile für mich zu bestätigen oder zu widerlegen. Mein schwammiges Iran-Bild wurde schärfer und Mutmaßungen, die ich davor im Kopf hatte ob der Ein- und Ansichten der Perser bekamen Konturen. Aber ich war natürlich auf keinem wissenschaftlichen Unterfangen dort, ich machte einfach Urlaub. Und ich fühlte mich sehr wohl. Das fällt einem auch nicht schwer, erst recht nicht, wenn man hinter die &#8220;Fassaden&#8221; blicken kann, die faszinierend und anziehend wie aus 1000 und einer Nacht wirken. </p>
<p>Soweit mein erster, überschwänglicher Eintrag nach meiner Ankuft zurück in Tbilissi. Um das Erlebte möglichst breit darszutellen, was vermutlich viele interressiert, werde ich meinen Reisebericht in fünf Akten online gehen lassen. Los geht’s am morgigen Montag mit der Visabeschaffung…<br />
<strong><br />
<a href="http://unblogbar.org/2012/01/erster-akt-die-visabeschaffung/">1.	Die Visabeschaffung</a><br />
<a href="http://unblogbar.org/2012/01/zweiter-akt-die-hinreise/">2.	Die Hinreise</a><br />
<a href="http://unblogbar.org/2012/01/dritter-akt-die-hauptstadt/">3.	Die Hauptstadt</a><br />
<a href="http://unblogbar.org/2012/01/vierter-akt-die-halfte-der-welt/">4.	Die Hälfte der Welt</a><br />
<a href="http://unblogbar.org/2012/01/funfter-akt-die-ruckreise/">5.	Die Rückreise</strong></a></p>
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		<title>5 Tage, 4 Städte, 3 Leute, 2 schlaflose Nächte, 1 Erlebnis</title>
		<link>http://unblogbar.org/2011/04/5-tage-4-stadte-3-leute-2-schlaflose-nachte-1-erlebnis/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 18:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<category><![CDATA[König Fussball]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit Markus und RWE-Fankollege Marcel ging es über die Ostertage nach Mittelosteuropa, die Reiselust bei mir und der Fussballappetit bei den anderen wollte gestillt werden. Von der Metropole bis zur Kleinstadt war alles dabei, denn die Stationen hießen Jihlava (Tschechien), Nitra (Slowakei), Budapest (Ungarn) und Wien (Österreich). Die Organisation klappte hervorragend, die Unterkünfte waren sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Nitra von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5664885931/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5188/5664885931_313985cb8c_b.jpg" alt="Nitra" width="700" height="465" /></a><br />
Mit Markus und RWE-Fankollege Marcel ging es über die Ostertage nach Mittelosteuropa, die Reiselust bei mir und der Fussballappetit bei den anderen wollte gestillt werden. Von der Metropole bis zur Kleinstadt war alles dabei, denn die Stationen hießen Jihlava (Tschechien), Nitra (Slowakei), Budapest (Ungarn) und Wien (Österreich). Die Organisation klappte hervorragend, die Unterkünfte waren sehr gut ausgewählt, die Transportmittel ausgesprochen preiswert und abwechslungsreich sowie das Wetter letztendlich nahezu perfekt.</p>
<p>Was bleibt sind fünf intensive Tage mit viel Bier, Fussball und fettigem, aber leckerem Essen. Das schreit natürlich nach einer Wiederholung &#8211; für das nächste Mal vielleicht mehr Kleinstädte und mehr Tschechien. Die Langfassung des Reiseberichts gibt&#8217;s &#8220;ausnahmsweise&#8221; <a href="http://keele-away.blogspot.com/2011/04/ostern.html">drüben bei und von Markus</a>, Fotos natürlich hier.<br />
<strong><span id="more-957"></span> </strong><br />
<strong>[Jihlava:]</strong><br />
<a title="Jihlava von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665364896/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5181/5665364896_593350b8f5_b.jpg" alt="Jihlava" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Jihlava von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665385844/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5064/5665385844_b1f393ddc9_b.jpg" alt="Jihlava" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Jihlava von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665403356/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5263/5665403356_fa6723dfb8_b.jpg" alt="Jihlava" width="700" height="465" /></a></p>
<p><strong>[Nitra:]</strong><br />
<a title="Nitra von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665411496/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5150/5665411496_a02728ef54_b.jpg" alt="Nitra" width="700" height="1055" /></a><br />
<a title="Nitra von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5664854745/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5269/5664854745_143d440159_b.jpg" alt="Nitra" width="700" height="1055" /></a><br />
<a title="Nitra von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665469532/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5145/5665469532_9b26e90fee_b.jpg" alt="Nitra" width="700" height="1055" /></a><br />
<a title="Nitra von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665480808/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5181/5665480808_de64111f94_b.jpg" alt="Nitra" width="700" height="465" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665504742/" title="Nitra von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5147/5665504742_dc4174012b_b.jpg" width="700" height="465" alt="Nitra"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5664947533/" title="Nitra von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5305/5664947533_232eb449ef_b.jpg" width="700" height="465" alt="Nitra"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665525032/" title="Nitra von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5067/5665525032_cdfcb0e734_b.jpg" width="700" height="465" alt="Nitra"></a></p>
<p><strong>[Budapest:]</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665551614/" title="Budapest von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5307/5665551614_4d46b5ed25_b.jpg" width="700" height="700" alt="Budapest"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5664989329/" title="Budapest von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5266/5664989329_709f603e92_b.jpg" width="700" height="465" alt="Budapest"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665570928/" title="Budapest von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5306/5665570928_ed86074efa_b.jpg" width="700" height="1055" alt="Budapest"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665576582/" title="Budapest von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5188/5665576582_71c3575332_b.jpg" width="700" height="465" alt="Budapest"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665599638/" title="Budapest von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5065/5665599638_930da7cfce_b.jpg" width="700" height="1055" alt="Budapest"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665069659/" title="Budapest von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5146/5665069659_326592f183_b.jpg" width="700" height="465" alt="Budapest"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665656436/" title="Budapest von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5304/5665656436_e5b6d67809_b.jpg" width="700" height="465" alt="Budapest"></a></p>
<p><strong>[Wien:]</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5665676200/" title="Wien von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5144/5665676200_225f8eeda7_b.jpg" width="700" height="465" alt="Wien"></a></p>
<p><strong>Alle Fotos sind auf <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157626475111145/">Flickr</a> zu finden.</strong></p>
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		<title>Durch die Nacht: 21 Stunden Bonn &#8211; 19 Stunden Autobahn</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 12:29:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[[Freitag] Man fährt nicht einfach so grundlos nach Bonn. Aber für mich war es Grund genug wegen der Libereco-Mitgliederversammlung den weiten und vor allem schwierigen Weg gen Westen auf mich zu nehmen. Schon die Hinfahrt starte mit einer zweistündigen Verzögerung in Jena. Es halten zwar genug Autos an mit denen ich nach Stadtroda, Leipzig oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/04/on-the-road-back.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/04/on-the-road-back.jpg" alt="" title="Raststätten" width="700" height="531" class="alignnone size-full wp-image-933" /></a><br />
<strong>[Freitag]</strong><br />
Man fährt nicht einfach so grundlos nach Bonn. Aber für mich war es Grund genug wegen der <a href="http://www.lphr.org">Libereco</a>-Mitgliederversammlung den weiten und vor allem schwierigen Weg gen Westen auf mich zu nehmen. Schon die Hinfahrt starte mit einer zweistündigen Verzögerung in Jena. Es halten zwar genug Autos an mit denen ich nach Stadtroda, Leipzig oder Österreich hätte mitfahren können, doch erste der neunte “Anhalter” fährt dann auch in die richtige Richtung gen Erfurt. Kurz vor selbigem, in Eichelborn, schnappt mich ein nettes polnisches Ehepaar. Der Mann ist Tierarzt und auf dem Weg von Szczecin nach Darmstadt, um dort ein Röntgengerät für seine Praxis billig zu erstehen – und natürlich auch die Verwandten zu besuchen. So trennen sich unsere Wege kurz vor Gießen, wo der kniffligste Part der Reise darin besteht, die Bundesstraße nach Koblenz zu meistern, um nicht den Bogen über Frankfurt fahren zu müssen.<br />
<strong><span id="more-931"></span></strong><br />
Wie es der Zufall so will, nahm mich nach einiger Wartezeit ein Jenoptiker mit, der auf der wöchentlichen Heimfahrt ist und mich letztendlich bis Montabaur mitnehmen kann. Nahezu perfekt, denn von dort sollten doch die letzten 80 km bis Bonn kein Problem mehr sein, oder?</p>
<p>Doch weit gefehlt, denn an der Raste scheint ein internationales Autofahrertreffen der Niederländer, Belgier und Luxemburger stattzufinden – und die wollen natürlich alle in eine andere Richtung. Aber nach mehr als einer Stunde erwartet mich der letzte und beste Lift des Tages. Hendrik, Kölscher IT-Techniker und eigentlich auf dem Weg zu seiner wartenden Frau samt Kind, bringt mich bis vor die Haustür meines Hosts. Großes Kino!</p>
<p>Der Aufenthalt in Bonn ist schnell erzählt: leckeres Abendbrot, Wein, Rhein- und Stadtspaziergang, Nachtruhe, leckeres Frühstück, Mitgliederversammlung, jede Menge Input, leckere Pizza.</p>
<p><strong>[Samstag/Sonntag]</strong><br />
Nach der Pizza verabschiede ich mich von den anderen “Liberecos” und mache mich zur vorher herausgesuchten Raststätte bei Siegburg. Für 4,40€ bringt einen die Straßenbahn vom Bonner zum Siegburger Hauptbahnhof. Nach einer gut 25-minütigen Wanderung durch eine typisch westdeutsche Innenstadt gelangt man dann direkt zu dem hinter einer Einfamilienhaussiedlung gelegenen Rasthof. Schon nach kurzer Wartezeit nehmen mich Mutter und Sohn mit. Kurz überlege ich, ob ich mit ihnen bis nach Neustadt/Saale fahre und es von dort gen Norden versuche. Allerdings erscheint mir das ganze als zu großer Umweg, sodass es für uns nur bis zur letzten Raste vor der Abzweigung gen Gießen geht. Ich spekuliere noch auf die kurze Tour über die Bundesstraße wie bei der Hinfahrt. Wieder dauert es länger, man bietet mir zwar Mitfahrgelegenheiten nach Heidelberg oder auch München an, doch erst als es dunkel wird, entscheide ich mich endgültig für den Umweg über Frankfurt – sicher ist sicher und besser fahren als rumstehen. </p>
<p>Zum Glück klappt der Bogen und ich stehe mit einem weiteren Lift schon mal auf der “richtigen” Autobahn Richtung Gießen/Erfurt. Leider scheint die Raststätte eher der letzte Anlaufpunkt zum Alkoholnachschub für alle Frankfurter Partypeople zu sein, also dass dort ernsthaft jemand anhält um zu tanken. Kurz nach zwölf Uhr, klappt es dann unverhoffterweise doch und ein sympathischer Hanseat bringt mich ein großes Stück der Heimat näher. Kurz vorm Kirchheimer Dreieck biegt er aber nach Kassel ab, sodass ich an der einsamten Tankstelle der ganzen Tour lande. </p>
<p>Der türkische Pächter freut sich auf etwas Gesellschaft, entgegnet mir aber gleich, “dass hier in der Nacht von Samstag auf Sonntag nix los ist.” Er soll Recht behalten, kaum ein Auto hält pro Stunde Wartezeit. Irgendwann gegen drei kommt dann meine große Chance: ein Berliner Pritschenwagen mit zwei jungen Burschen. Mit einem Becher Kaffee kann ich die beiden überreden, mich bis nach Jena mitzunehmen (dankensweterweise muss ich beim Pächter auch nur zwei anstatt drei bezahlen – er hatte wohl Mitleid mit mir). Zwar ist es mit Philipp und Andi, zwei Veranstaltungstechnikern auf der Rückfahrt von einer Messe, eng im Führerhaus und auch die Spitzengeschwindigkeit übersteigt selten die 120, aber letztendlich komme ich dann doch noch zu einer akzeptablen Zeit in Jena an. Um 5.00 Uhr zwitschern dort schon die Vögel und auch einige angeheiterte Leute steigen aus der Bahn in Lobeda. Ich bin daheim.</p>
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		<title>Tuzla (&amp; Belgrad)</title>
		<link>http://unblogbar.org/2011/03/tuzla-belgrad/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 08:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien & Herzegowina]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Serbien]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Westbalkan]]></category>

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		<description><![CDATA[Der letzte Schwung Fotos kommt aus der bosnischen Industriestadt Tuzla. Die letzten zwei Fotos am Ende der Fotostrecke wurden während einer abendlichen Fahrt durch Belgrad aufgenommen. Weitere &#8220;Touri&#8221;-Bilder aus der serbischen Hauptstadt habe ich nicht gemacht, das Bier hatte einfach zu gut geschmeckt&#8230; Kleine Anekdote zum Foto: Der Jüngere der beiden fragte micht im perfekten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Tuzla von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505627818/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5055/5505627818_cf2dc97b5d_b.jpg" alt="Tuzla" width="700" height="465" /></a><br />
Der letzte Schwung Fotos kommt aus der bosnischen Industriestadt Tuzla. Die letzten zwei Fotos am Ende der Fotostrecke wurden während einer abendlichen Fahrt durch Belgrad aufgenommen. Weitere &#8220;Touri&#8221;-Bilder aus der serbischen Hauptstadt habe ich nicht gemacht, das Bier hatte einfach zu gut geschmeckt&#8230;<br />
<strong><span id="more-912"></span></strong><br />
<a title="Tuzla von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505630376/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5299/5505630376_f9baaa4e6f_b.jpg" alt="Tuzla" width="700" height="465" /></a><br />
<em>Kleine Anekdote zum Foto: Der Jüngere der beiden fragte micht im perfekten Englisch, woher ich komme, was ich in Tuzla mache und ob ich eine Art Reporter wäre. Ich erklärte ihm, dass ich nur Durchreisender sei und Fotos von unterwegs mache. Daraufhin wollte der Junge unbedingt, dass ich Fotos von ihm und seinem Kumpel anfertige und fragte auch, ob ich denn die Fotos bei Facebook online stellen könne.</em></p>
<p><a title="Tuzla von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505633592/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5178/5505633592_3ebafbdb61_o.jpg" alt="Tuzla" width="700" height="1053" /></a><br />
<em>Mein absolutes Lieblingsfoto der Reise</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505625440/" title="Tuzla von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5056/5505625440_4a38b2c2b9_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tuzla" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505027323/" title="Tuzla von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5015/5505027323_f14b01670c_b.jpg" width="700" height="700" alt="Tuzla" /></a><br />
<em>Couchsurferin Maja (rechts) und eine Freundin, deren Name mir leider wieder entfallen ist</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505636740/" title="Tuzla von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5299/5505636740_40fbbab68f_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tuzla" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505043733/" title="Tuzla von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5055/5505043733_a93488de43_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tuzla" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505050255/" title="Tuzla von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5014/5505050255_78e4183d52_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tuzla" /></a><br />
<em>Denkmal bzw. eine Liste der im Bürgerkrieg getöteten Einwohner Tuzlas</em></p>
<p><strong>Kurzer Abstecher nach Belgrad:</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505058183/" title="Belgrad von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5057/5505058183_e9b2c07e84_b.jpg" width="700" height="465" alt="Belgrad" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5505658368/" title="Belgrad von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5300/5505658368_b27793daf2_o.jpg" width="700" height="1053" alt="Belgrad" /></a></p>
<p><strong>Weitere Fotos: <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157626088823271/">hier</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Winterliches Sarajevo</title>
		<link>http://unblogbar.org/2011/03/winterliches-sarajevo/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 08:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien & Herzegowina]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
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		<description><![CDATA[In diesem Schwung Fotos folgen Impressionen aus der verschneiten bonsischen Hauptstadt. Gazi-Husrev-Beg-Moschee Baščaršija-Platz in der Altstadt Der etwas verwaiste Bahnhof Sarajevos Weitere Fotos: hier]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Sarajevo von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5501943242/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5016/5501943242_312cc05b9b_b.jpg" alt="Sarajevo" width="700" height="465" /></a><br />
In diesem Schwung Fotos folgen Impressionen aus der verschneiten bonsischen Hauptstadt.<br />
<strong><span id="more-901"></span></strong><br />
<a title="Sarajevo von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5501345973/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5211/5501345973_b6bb503eee_o.jpg" alt="Sarajevo" width="700" height="1052" /></a><br />
<em>Gazi-Husrev-Beg-Moschee</em></p>
<p><a title="Sarajevo von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5501953660/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5218/5501953660_14a600260d_b.jpg" alt="Sarajevo" width="700" height="560" /></a><br />
<a title="Sarajevo von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5501956466/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5096/5501956466_0606f931d0_o.jpg" alt="Sarajevo" width="700" height="1052" /></a><br />
<em>Baščaršija-Platz in der Altstadt</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5501961740/" title="Sarajevo von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5220/5501961740_c8a3a77b88_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sarajevo" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5501964740/" title="Sarajevo von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5097/5501964740_2e50a8d394_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sarajevo" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5501380575/" title="Sarajevo von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5252/5501380575_9c12ba116d_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sarajevo" /></a><br />
<em>Der etwas verwaiste Bahnhof Sarajevos</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5501981274/" title="Sarajevo von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5093/5501981274_12d18f11dd_b.jpg" width="700" height="465" alt="Sarajevo" /></a></p>
<p><strong>Weitere Fotos: <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157626080788369/">hier</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mostar im Februar</title>
		<link>http://unblogbar.org/2011/03/mostar-im-februar/</link>
		<comments>http://unblogbar.org/2011/03/mostar-im-februar/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 09:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backpacking]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien & Herzegowina]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Westbalkan]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ersten visuellen Eindrücke des kleinen Balkantrips kommen heute aus Mostar. In den folgenden Tagen folgen dann jeweils die Fotos aus Sarajevo, Tuzla und Belgrad. Nebeneingang der Karadjoz-Beg-Moschee auf der bosniakischen Seite von Mostar Die Stari Most (&#8220;Alte Brücke&#8221;) über die Neretva Franziskanerkloster Im Bürgerkrieg zerstörte und geplünderte Bank Weitere Fotos: hier]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5499088518/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5096/5499088518_37294b8c87_b.jpg" alt="Mostar" width="700" height="465" /></a><br />
Die ersten visuellen Eindrücke des kleinen Balkantrips kommen heute aus Mostar. In den folgenden Tagen folgen dann jeweils die Fotos aus Sarajevo, Tuzla und Belgrad.<br />
<strong><span id="more-891"></span></strong><br />
<a title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5498491773/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5140/5498491773_76c0542b8e_o.jpg" alt="Mostar" width="700" height="1052" /></a><br />
<em>Nebeneingang der Karadjoz-Beg-Moschee auf der bosniakischen Seite von Mostar</em></p>
<p><a title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5498496271/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5138/5498496271_fd1d41d483_b.jpg" alt="Mostar" width="700" height="465" /></a><br />
<em>Die Stari Most (&#8220;Alte Brücke&#8221;) über die Neretva</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5498498631/" title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5213/5498498631_6fcd5c13ed_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mostar" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5499102122/" title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5138/5499102122_5f8262d026_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mostar" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5498503289/" title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5014/5498503289_fb7f72794c_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mostar" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5498516217/" title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5016/5498516217_1552777755_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mostar" /></a><br />
<em>Franziskanerkloster</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5499112722/" title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5219/5499112722_9f6a1c72e5_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mostar" /></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5499114792/" title="Mostar von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5138/5499114792_23d99d7c5f_b.jpg" width="700" height="465" alt="Mostar" /></a><br />
<em>Im Bürgerkrieg zerstörte und geplünderte Bank</em></p>
<p><strong>Weitere Fotos: <a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/sets/72157626199336898/">hier</a></strong></p>
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