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	<title>unblogbar.org &#187; Alltag</title>
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	<description>Das persönliche Blog von Marco Fieber</description>
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		<title>Everything has an end, only Georgia has two</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 07:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dovydas, Marco, Lina, Filip, Auste &#038; Edvinas Not until after my last roommate, Auste, left our apartment I really realized that all five have grown on me and that something familiar is finally over. This of course is less the fact that I have to remove the leftovers of the last farewell party alone or [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/02/1.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/02/1.jpg" alt="" title="1" width="700" height="465" class="alignnone size-full wp-image-1774" /></a><br />
<em>Dovydas, Marco, Lina, Filip, Auste &#038; Edvinas</em></p>
<p>Not until after my last roommate, Auste, left our apartment I really realized that all five have grown on me and that something familiar is finally over. This of course is less the fact that I have to remove the leftovers of the last farewell party alone or that the apartment has become terribly cold. It is mainly because during the last four months I closely lived with five lovely people – we studied, celebrated, travelled or cooked together. A purpose community became more than simple flat share – we were a family, the family! Thank you and see you soon, iki pasimatymo and uvidíme sa!</p>
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		<title>Laissez-faire im Kaukasus</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 17:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zurück zum und in den Alltag, zurück nach Georgien. Als „Auslandskorrespondent“ im zeitlich begrenzten georgischen Exil wurde mir die Ehre zuteil eine neue Serie in Jenas führender Hochschulzeitung, dem alterwürdigen Akrützel, zu beginnen: „Akrützel-Redakteure im Ausland“. Für regelmäßige Blogleserinnen und –leser wird es nicht viel Neues geben. Trotzdem dürfte es sich auch deshalb lohnen ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC5254.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2012/01/DSC5254.jpg" alt="" title="_DSC5254" width="700" height="439" class="alignnone size-full wp-image-1742" /></a><br />
Zurück zum und in den Alltag, zurück nach Georgien. Als „Auslandskorrespondent“ im zeitlich begrenzten georgischen Exil wurde mir die Ehre zuteil eine neue Serie in Jenas führender Hochschulzeitung, dem alterwürdigen Akrützel, zu beginnen: „Akrützel-Redakteure im Ausland“. Für regelmäßige Blogleserinnen und –leser wird es nicht viel Neues geben. Trotzdem dürfte es sich auch deshalb lohnen ihn zu lesen, da ich im Artikel meinen bisherigen Aufenthalt noch einmal in kompakter und nicht ganz bierernster Form zusammenfasse.<br />
<strong><span id="more-1740"></span></strong></p>
<blockquote><p>Jeden Tag gibt es schon am Morgen einen kleinen Nervenkitzel. Denn anders als in Jena muss ich bei meinem Auslandsjahr in Tbilissi mit dem Bus zur Uni fahren. Nicht nur, dass dieser regelmäßig aufgrund der zu transportierenden Menschenmassen zu zerbersten droht, auch der Fahrplan ist sehr rudimentär gehalten. Tbilissi, den Jenaer Fußballfans vermutlich vor allem durch die bittere Europapokal-Finalniederlage 1981 gegen den FC Dynamo eben aus diesem Ort bekannt, ist die Hauptstadt der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien. Wo trotz der Nähe zu Russland lieber georgisch gesprochen wird und man den großen Nachbar schon aus Prinzip hasst. Trotzdem und glücklicherweise für mich ist Russisch immer noch. <a href="http://unblogbar.org/uploads/Akruetzel_304_Seite15.pdf">Hier weiterlesen&#8230;</a></p>
<p><em>aus Akrützel Nr. 304, S.15, erschienen am 19.01.2012 </em></p></blockquote>
<p><strong>PS: Für alle Jenenser und Jenaer noch ein Veranstaltungstipp: Ab kommenden Dienstag, 31. Januar, wird leider nur für wenige Tage im Foyer der Aula im UHG die Fotoausstellung zur Kaukasischen Feldforschung zu sehen sein – inklusiver vieler Fotos von mir.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein ziemlich unnormaler Wochenanfang</title>
		<link>http://unblogbar.org/2011/12/ein-ziemlich-unnormaler-wochenanfang/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 15:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neben den Turnschuhen von Ex-Präsident George W. Bush sicherlich das Highlight im Präsidenten-Kuriositätenkabinet: ein Real Madrid-Trikot mit der Rückennummer 5 und dem Spielernamen „Misha“&#8230; Der Morgentee ist frisch aufgebrüht und der Laptop aus dem Schlaf erwacht, da springt auch schon das Skype-Fenster auf. „Hallo Marko [sic], bist du online?“, schreibt mir mein Georgisch-Lehrer. Ich schaue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/12/DSC8299.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/12/DSC8299.jpg" alt="" title="_DSC8299" width="700" height="465" class="alignnone size-full wp-image-1445" /></a><br />
<em>Neben den Turnschuhen von Ex-Präsident George W. Bush sicherlich das Highlight im <a href="http://news.am/eng/news/47387.html">Präsidenten-Kuriositätenkabinet</a>: ein Real Madrid-Trikot mit der Rückennummer 5 und dem Spielernamen „Misha“&#8230;</em> </p>
<p>Der Morgentee ist frisch aufgebrüht und der Laptop aus dem Schlaf erwacht, da springt auch schon das Skype-Fenster auf. „Hallo Marko [sic], bist du online?“, schreibt mir mein Georgisch-Lehrer. Ich schaue darüber hinweg, dass er mich (wie immer) mit „Marko“ anschreibt, obwohl ich selbstverständlich auch bei Skype mit c geschrieben werde und antworte wahrheitsgemäß mit einem „ja“. Vielleicht fallen ja die heutigen vier Stunden aus, freue ich mich schon innerlich. Doch es kommt anders.<br />
<strong><span id="more-1444"></span></strong><br />
Er habe sich das Bein gebrochen aber der Unterricht fände trotzdem statt. Nur in einer etwas anderen Form, wie mein Lehrer mir in weiteren Nachrichten mitteilt. Wie gewohnt sollen wir uns im Klassenraum treffen, um von dort aus mit ihm über Skype zu kommunizieren. Soweit so gut, den Schlüssel zum Unterrichtsraum bekommen wir ausgehändigt und auch die Technik funktioniert. Der Unterricht verläuft zwar schleppender als sonst – trotz maximaler Lautsprecherstärke versteht man eben nicht jeden Buchstaben. So muss viel wiederholt werden, ab und zu redet man aneinander vorbei. Irgendwann hat dann der Georgisch-Gott mit uns ein Nachsehen und lässt das Uni-Netzwerk zusammenbrechen und damit auch die Verbindung zu unserem Lehrer. Telefonisch (diesmal mit dem Handy) teilen wir das Dilemma unserem Lehrer mit. </p>
<p>Nahezu zeitgleich betritt eine andere Lehrerin den Raum, von der wir bis dato dachten, dass sie kein Englisch könnte (sie saß ab und an bei uns im Unterricht). Nach etwas Rumgestammel stellt sich heraus, dass sie ebenfalls eine Georgisch-Lehrerin ist und sich kurzerhand erbarmt mit uns den Unterricht fortzuführen. Das klappte letztendlich so gut, dass wir gefühlt mehr lernen, als in all den Wochen zuvor. Didi madloba!</p>
<p>Bedanken konnte man sich aber bereits gestern bei der litauischen Botschaft. Diese hatte eine Besichtigung des für Normalmenschen nicht zugänglichen <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rike_and_the_Presidential_Palace_in_Tbilisi_2010.jpg">Präsidentenpalastes</a> möglich gemacht. Neben den ganzen Litauern durfte ich mit, um <a href="https://www.facebook.com/media/set/?set=a.502312721551.81.243000003&#038;type=1&#038;l=d1077e1b79">Fotos</a> zu machen. Das hört sich spaßiger an, als es war. Denn erstens wollte jeder irgendwelche Touri-Erinnerungsfotos vor dem Stadtpanorama/einer Kirche/irgendwelchem Nippes mit Gegenlicht zur besten Nachmittagszeit und zweitens passten gleich zwei zickige Damen des Hauses darauf auf, dass ich ja nichts „Geheimes“, wie die „Reichstagskuppel“, fotografierte. Die Höhepunkte des absurden Nachmittages waren sicherlich der sofort abgewehrte Versuch das Papierschild mit der Aufschrift „President of Georgia“ zu fotografieren (sicherlich kriegswichtig!) und die edel aussehenden <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=502313919151&#038;set=a.502312721551.81.243000003&#038;type=3&#038;theater">Präsenttaschen</a> die jedem Gruppenteilnehmer in die Hand gedrückt wurde – Inhalt: ein Kugelschreiber, ein Anstecker zum Angeben, dass man schon mal den Palast von innen gesehen hat und zwei Broschüren. Man scheuchte die Meute in einer halben Stunde durch den Palast, beäugte jeden Schritt kritisch und unterband jegliche Fotos, die mehr als die Touristen zeigten. Da kann man es meiner Meinung nach auch gleich bleiben lassen mit den Besuchergruppen.   </p>
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		<title>Nur am Morgen ein Hauch von spätrömischer Dekadenz</title>
		<link>http://unblogbar.org/2011/11/nur-am-morgen-ein-hauch-von-spatromischer-dekadenz/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 15:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Freitag, das Thema der Vorlesung war die Endphase der Sowjetunion, drifteten die Erzählungen unseres georgischen Professors immer weiter in die kleinen aber umso interessanteren Details der damaligen Zeit ab. So war Georgien, durch die Lage am Schwarzen Meer und dem Kaukasus-Gebirge, neben Moskau und St. Petersburg der Ort, den die meisten ausländischen Touristen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/11/DSC7710.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/11/DSC7710.jpg" alt="" title="_DSC7710" width="700" height="465" class="alignnone size-full wp-image-1359" /></a><br />
Am vergangenen Freitag, das Thema der Vorlesung war die Endphase der Sowjetunion, drifteten die Erzählungen unseres georgischen Professors immer weiter in die kleinen aber umso interessanteren Details der damaligen Zeit ab. So war Georgien, durch die Lage am Schwarzen Meer und dem Kaukasus-Gebirge, neben Moskau und St. Petersburg der Ort, den die meisten ausländischen Touristen besuchen durften. Neben Devisen brachte das für unseren Professor aber hauptsächlich den Vorteil in den Genuss von westlichen Kaugummis zu kommen, wie er uns erläuterte. So versuchte er immer hartnäckig die sowjetische Produktion – vier Geschmackssorten, ein Geschmack – gegen die Ausländischen einzutauschen. Denn nur mit Letzteren konnte man Blasen machen und damit den anderen Kindern imponieren.<br />
<strong><span id="more-1355"></span></strong><br />
Mittlerweile haben sich die Zeiten selbstverständlich geändert, so kann man natürlich in jedem Kiosk dutzende &#8220;westliche&#8221; oder russische Sorten kaufen, bei den Babuschkas in den Unterführungen und am Straßenrand sogar einzelne Kaugummis. Soweit so gut. Doch mit der Zeit verzweifelt man weniger an der Kaugummiauswahl sondern an den alltäglichen Dingen die einem im so gewohnten Trott entgegenstehen. Dinge, die einen vorschnell an die Sowjetzeit erinnern lassen, obwohl man diese selbst nie erlebt hat: Stromausfall, kein Wasser aus dem Hahn und überfüllte Verkehrsmittel. </p>
<p>Klar wusste man schon irgendwie vorher, auf was man sich einlässt, man hätte sein Auslandsjahr auch bequem(er) in Barcelona, London oder Stockholm verbringen können. Doch sind es nicht gerade diese Dinge, die eine Erfahrung in einer Ex-Sowjetrepublik erst authentisch und vielleicht sogar sympathisch machen? Und irgendwie sind das auch die Stories, die man dann zu Hause erzählen kann. Doch letztendlich sind das alles Kleinigkeiten (immerhin haben wir W-LAN oder eine neue Waschmaschine in der Wohnung), mit etwas mehr Aufwand als zu Hause kann man hier den selben Luxus(!) haben. In den Supermärkten steht teilweise das selbe Zeug, Produkte von Gut&#038;Billig, Bier sowieso, Käse, Wurst, Putzmittel und sogar das selbe Klopapier könnte man sich kaufen. </p>
<p>Macht man natürlich nicht, ein Einkauf auf dem Markt, das Feilschen mit den Händlern ist grade das, was das Leben anderswo ausmacht. Klappts auch mit den russischen Vokabeln nicht, dann benutzt eben der Händler sein Handy um seinen Wunschpreis mitzuteilen. Es tut gut mal die Bequemlichkeit abzulegen, obwohl einem das natürlich manchmal schwer fällt. Und für diese Stunden gibt’s dann den Späti vor der Haustür. Auch haben wir natürlich aus unseren Anfängerfehlern gelernt und sind nun wesentlich besser auf die Engpässe vorbereitet: Wir haben ein Not-Wasserreservoir mit Hilfe großer Flaschen angelegt (zum Glück gibt’s das Bier in 2,5l Flaschen&#8230;) und Kerzen für den Notfall gekauft. Und der Ipod (okay, wieder Luxus) in der Hosentasche macht auch die Wartezeit in der Kälte nach dem fünften vorbeifahrenden, weil hoffnungslos voll gestopften, Bus erträglicher. Langsam beginnt man sich mit den Unzugänglichkeiten zu arrangieren, diese zu akzeptieren. Oder man lernt einfach gelassener damit umzugehen und sich zu freuen, dass etwas funktioniert und nicht zu meckern falls es eben grade mal nicht hinhaut.</p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/11/DSC7700.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/11/DSC7700.jpg" alt="" title="_DSC7700" width="700" height="369" class="alignnone size-full wp-image-1358" /></a></p>
<p>Eigentlich ist es ja auch ganz lustig, denn Filip, der Slowake, verzichtet nach wie vor darauf seinen Akku in seinen Laptop zu stecken (nur damit dieser seine volle Leistung nicht verliert). Und bei jedem Stromausfall schimpft er natürlich am meisten, die anderen können sich derweil amüsieren und in Ruhe ihre Rechner herunterfahren und die Kerzen entzünden. Die stromfreie Zeit kann dann endlich ohne Ablenkung für die Hausaufgaben genutzt werden. Und hey, immerhin hatten wir bisher noch keinen Gasausfall, was zu Essen konnten wir uns also immer machen.</p>
<p>Nur neulich dachten wir, dass das Gas abgestellt wäre. Doch nur die Batterien, die das Gas im Boiler für das Warmwasser entzünden, waren leer. Aber nachdem ich diese für ein paar Minuten auf einen der elektrischen Heizkörper legte, funktionierte die Anlage wieder wie gewohnt. Apropos Heizung. Zwar hat unsere Wohnung eine Zentralheizung, doch auf Nachfrage an unsere Vermieterin stellte sich heraus, dass diese bereits seit 1991 nicht mehr funktioniert. Zwar installierte man einen(!) gasbetriebenen Heizkörper in der Wohnung, doch dieser befindet sich im Flur und würde praktisch mehr draußen als drinnen heizen. Wir schmunzeln dadrüber und lassen die Elektroheizer nur noch im Wohnzimmer laufen &#8211; das hat auch den Vorteil, dass man bei knapp 10 Grad im Badezimmer schnell wieder draußen ist.</p>
<p>Das Essen bei uns in der &#8220;Familie&#8221; kochen wir am Abend eigentlich immer zusammen, sodass wir seit Beginn unseres Zusammenlebens eine Gemeinschaftskasse führen. Ich erlaube mir die <a href="http://news.google.de/news/search?um=1&#038;cf=all&#038;ned=de&#038;hl=de&#038;q=sp%C3%A4tr%C3%B6mische+dekadenz">spätrömische Dekadenz</a>, wie Sebastian aus Potsdam so schön sagt, und gönne mir mein allmorgendliches Müsli. Das billigste ist zwar immer noch mehr als doppelt so teuer wie im heimischen Edeka, doch irgendwie kann ich in diesem speziellen Fall nicht aus der gewohnten Bahn ausbrechen.     </p>
<p>Und wie beende ich diesen Beitrag? Ganz einfach. Gestern Abend fing ich endlich an, meine Reiseliteratur zu lesen und zwar mit Boris Reitschusters Buch &#8220;<a href="http://www.reitschuster.de/index.asp?typ=regal3">Briefe aus einem untergehenden Imperium</a>&#8220;. Dieses ergänzt nicht nur wunderbar meine Vorlesungen, teils mit amüsanten, teils mit zum Nachdenken anregenden Geschichten aus der Umsturzzeit der UdSSR. Auch die &#8220;westlichen&#8221; Kaugummis spielen als Zahlungsmittel darin eine Rolle.</p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/11/DSC7718.jpg"><img src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/11/DSC7718.jpg" alt="" title="_DSC7718" width="700" height="424" class="alignnone size-full wp-image-1357" /></a></p>
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		<title>Studieren auf Georgisch</title>
		<link>http://unblogbar.org/2011/10/studieren-auf-georgisch/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 14:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der noch verwaiste Haupteingang des Universitätshauptgebäudes &#8211; seit 2008 wird es umgebaut und modernisiert. Die Umbauarbeiten scheinen sich aber noch etwas hinzuziehen und nicht wie geplant dieses Jahr beendet werden. Wenn man im Russisch-Kurs die Namen aller 15 ehemaligen Sowjetrepubliken und ihrer Bewohner lernt, der Augustkrieg 2008 in jeder Veranstaltung zumindest angerissen wird und wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Tbilisi State University von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6288374415/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6118/6288374415_3be2e9cef7_b.jpg" alt="Tbilisi State University" width="700" height="465" /></a><br />
<em>Der noch verwaiste Haupteingang des Universitätshauptgebäudes &#8211; <a href="http://journalismania.blogspot.com/2009/11/tbilisi-state-university-under-great.html">seit 2008 wird es umgebaut und modernisiert</a>. Die Umbauarbeiten scheinen sich aber noch etwas hinzuziehen und nicht wie geplant dieses Jahr beendet werden.</em></p>
<p>Wenn man im Russisch-Kurs die Namen aller 15 ehemaligen Sowjetrepubliken und ihrer Bewohner lernt, der Augustkrieg 2008 in jeder Veranstaltung zumindest angerissen wird und wenn im Uni-Gebäude der „Economics“ alle 45 Minuten die Klingel ertönt, dann weiß man, dass man in Georgien studiert. Nach der dritten Uni-Woche kann man dann schon mal einen kleinen Vergleich zu den gewohnten Strukturen wagen.<br />
<strong><span id="more-1320"></span></strong><br />
Natürlich fallen einem die kleinen Unterschiede, wie die obigen, zuerst auf. Eine Vorlesung dauert zwar auch 90 Minuten, allerdings gibt es nach der Hälfte der Zeit eine kurze Pause. Bei vier zusammengelegten Semesterwochenstunden Georgisch heißt das dann, dreimal eine Viertelstunde Pause – und am Ende die anstrengendste Veranstaltung der ganzen Woche.</p>
<p>Ungewohnt sind auch die Zwischenprüfungen zur Semesterhälfte, konkret wird das Mitte November sein. Auch scheint die riesige Uni mit ihren langen Gängen ständig wie leergefegt zu sein. Das mag eventuell daran liegen, dass die Studenten rauchend und tratschend den Eingang blockieren und damit ihre Kommilitonen vom arbeiten und sich selber vom Heimweg abhalten.</p>
<p>Aber eigentlich ist es auch gar nicht sooo anders. Denn die beiden englischsprachigen Vorlesungen die ich besuche, „Post-Soviet Politics“ und „Transformation in the South Caucasus“, werden von zwei jeweils sehr engagierten und jungen Professoren gehalten. Man muss sich zwar – wie auch in Jena – zu den jeweiligen Veranstaltungen durch seitenweises Hintergrundwissen arbeiten und (relativ) vorbereitet zur Vorlesung erscheinen. Doch auch wenn man dies einmal weniger gründlich machen sollte (was natürlich niemals vorkommt&#8230;), ist das kein Beinbruch, da man gemeinsam mit dem Professor die Kernfragen diskutiert. Positiv ist auch zu bemerken, dass die Profs durchaus sehr kritisch und reflektiert mit der georgischen Politik umgehen. Und grundlegend wird ja auch nur mit Wasser gekocht, will heißen, dass die Theorien oder Methoden überall die gleichen sind.</p>
<p>Und auch zum Arbeiten geh ich nach wie vor in die Bibliothek. Diese wird zwar zeitweise auch als Vorlesungsraum genutzt und die Angestellten lieben laute und nervige Klingeltöne, aber dafür ist die Fakultätsbücherei ganz gut ausgestattet, sogar ein paar deutschsprachige Einführungswerke (die üblichen Verdächtigen: Lauth, Knapp &amp; Co) stehen in den meterhohen Regalen. Und über Jacken, Laptoptaschen oder Getränke regt man sich auch nicht auf.<br />
<a title="Tbilisi State University von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6288398639/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6120/6288398639_d622f21200_b.jpg" alt="Tbilisi State University" width="700" height="465" /></a><br />
<a title="Tbilisi State University von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6288909138/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6045/6288909138_aaa583f9de_b.jpg" alt="Tbilisi State University" width="700" height="505" /></a><br />
<em>Die unieigene Kirche auf dem Campus.</em><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6288927274/" title="Tbilisi State University von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6058/6288927274_16130e0f33_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tbilisi State University"></a><br />
<em>Der eigentliche &#8220;Haupteingang&#8221; mit einigen wenigen Studenten davor &#8211; war ja auch Freitag!</em><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6288978064/" title="Tbilisi State University von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6215/6288978064_1ba99cea24_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tbilisi State University"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6288994062/" title="Tbilisi State University von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6109/6288994062_42c1500d38_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tbilisi State University"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6289006976/" title="Tbilisi State University von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6099/6289006976_fef4f55dc0_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tbilisi State University"></a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6288502411/" title="Tbilisi State University von Marco Fieber bei Flickr"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6054/6288502411_acd2a51408_b.jpg" width="700" height="465" alt="Tbilisi State University"></a></p>
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		<title>5 Lari für alle!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 09:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wunder gibt es immer wieder. So auch heute morgen, als ich zum ersten Mal nach dem Einsteigen in den 6er-Bus gleich einen Sitzplatz einnehmen konnte. Ansonsten ist dieser Bus, der von &#8220;unserer&#8221; Haltestelle quasi direkt zur Uni fährt, immer hoffnungslos überfüllt. Wenn man mal weniger als eine Viertelstunde an der Haltestelle warten muss, ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wunder gibt es immer wieder. So auch heute morgen, als ich zum ersten Mal nach dem Einsteigen in den 6er-Bus gleich einen Sitzplatz einnehmen konnte. Ansonsten ist <a href="http://www.gbw.ge/userfiles/image/bogdan.jpg">dieser Bus</a>, der von &#8220;unserer&#8221; Haltestelle quasi direkt zur Uni fährt, immer hoffnungslos überfüllt. Wenn man mal weniger als eine Viertelstunde an der Haltestelle warten muss, ist das wie ein Sechser im Lotto.<br />
<strong><span id="more-1305"></span></strong><br />
Hat man Pech und verpasst den Bus &#8211; ein offizieller Fahrplan scheint nicht zu existieren &#8211; bleibt nur der Weg zur etwas weiter entfernten Metro. Die hat aber den Nachteil, dass man mindestens zweimal umsteigen muss und dann natürlich auch wesentlich länger unterwegs ist.</p>
<p>Aus für mich noch nicht ganz nachvollziehbaren Gründen, vielleicht aufgrund der unsäglichen Überfüllung der gelben Stadtbusse, bekommt man nun bis Ende des Jahres 5 Lari auf Anordnung des Tbilisser Bürgermeisters geschenkt. Natürlich nicht bar auf die Hand, sondern als Einmalzahlung auf seine Metrocard. Sehr lange Schlangen vor den Verkaufsstellen in der Metro zeugen davon, dass findige Menschen dieses Angebot nutzen, um die Chipkarten ihrer Verwandten, Bekannten, Freunde, Schwippschwager und vielleicht noch aller zufünftigen Kinder und Kindes-Kinder mit aufzuladen. Man weiß ja nie.</p>
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		<title>Endlich angekommen</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 13:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kaukasien]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Tbilissi]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit fast einer Woche wohne ich nun schon in der Studentenwohnung in Tbilissi. Im Erdgeschoß und damit an allen Fenstern mit Eisenstäben gesichert, werden wir hier relativ zentral die nächsten Monate residieren. Rund zehn Minuten läuft man zur Metro, zum Bus, der fast direkt zur Uni fährt, sind es deren fünf. Die Bude ist zwar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6579.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1267" title="_DSC6579" src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6579.jpg" alt="" width="700" height="465" /></a><br />
Seit fast einer Woche wohne ich nun schon in der Studentenwohnung in Tbilissi. Im Erdgeschoß und damit an allen Fenstern mit Eisenstäben gesichert, werden wir hier relativ zentral die nächsten Monate residieren. Rund zehn Minuten läuft man zur Metro, zum Bus, der fast direkt zur Uni fährt, sind es deren fünf. Die Bude ist zwar relativ groß – zwei Wohnzimmer – sie hat aber den Charme von Omas guter Stube und so riecht es hier auch. Das Highlight sind definitiv die pinkfarbenen Kuscheltiere auf dem Piano.<br />
<strong><span id="more-1256"></span></strong><br />
Auch kann ich es politisch nicht ganz einordnen, dass das Passwort unseres W-LANs „Abkhazia“ lautet. Definitiv interessant wird es, wenn die Uni am Montag richtig anfängt. Denn das Bad und die Küche sind eher bescheiden groß – und das bei sechs Austauschstudenten die sich vertragen sollen. Das klappte bisher hervorragend, was einerseits am reichlichen Genuss alkoholischer Getränke, andererseits am ähnlichen Humor gelegen haben dürfte. Ein Schlafzimmer teilen sich dann jeweils zwei Leute, ich penne mit Filip aus Bratislava zusammen. Im zweiten Raum sind Eddi und David aus Litauen. Die letzten beiden Mitmenschen, zwei Litauerinnen, hat bisher noch niemand gesehen, sie dürften dann aber spätestens am Sonntag eintrudeln.</p>
<p>Anschaulich wird die Wohnung auch im <a href="http://www.youtube.com/watch?v=AWsOxbAOPWs">Video</a> von Filip gezeigt: Extra für seine Mutter ersellt, da Mütter ja immer gerne wissen wollen, wie ihre Söhne so wohnen. Es ist natürlich auf slowakisch, aber immerhin bin ich dort auch ab Minute 1:15 zu sehen, wie ich hochmotiviert diesen Eintrag schreibe. Es lebe das Internet!</p>
<p><iframe src="http://maps.google.de/maps?q=41.735496,44.766473&amp;num=1&amp;t=h&amp;vpsrc=6&amp;sll=41.735268,44.766806&amp;sspn=0.001083,0.002411&amp;ie=UTF8&amp;ll=41.72591,44.774694&amp;spn=0.029787,0.059996&amp;z=14&amp;output=embed" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="700" height="465"></iframe></p>
<p><a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6590.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1270" title="_DSC6590" src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6590.jpg" alt="" width="700" height="465" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6588.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1269" title="_DSC6588" src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6588.jpg" alt="" width="700" height="465" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6587.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1268" title="_DSC6587" src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6587.jpg" alt="" width="700" height="465" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6592.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1271" title="_DSC6592" src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6592.jpg" alt="" width="700" height="465" /></a><br />
<a href="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6597.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1266" title="_DSC6597" src="http://unblogbar.org/wp-content/uploads/2011/10/DSC6597.jpg" alt="" width="700" height="465" /></a></p>
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		<title>Unterwegs &amp; zu Hause</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 13:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine bunte Sammlung, was binnen einer Woche so vor die Linse kam.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="daheim &amp; unterwegs von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6014580214/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6128/6014580214_579c258672_b.jpg" alt="daheim &amp; unterwegs" width="700" height="684" /></a><br />
Eine bunte Sammlung, was binnen einer Woche so vor die Linse kam.<br />
<strong><span id="more-1090"></span></strong><br />
<a title="Rote Tomate von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5981183541/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6124/5981183541_56fbf996ac_b.jpg" alt="Rote Tomate" width="700" height="1056" /></a><br />
<a title="daheim &amp; unterwegs von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6014037589/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6124/6014037589_8a3e3af0ac_b.jpg" alt="daheim &amp; unterwegs" width="700" height="945" /></a><br />
<a title="daheim &amp; unterwegs von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6014586772/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6022/6014586772_8c53ee1fb1_b.jpg" alt="daheim &amp; unterwegs" width="700" height="1054" /></a><br />
<a title="daheim &amp; unterwegs von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6014043503/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6013/6014043503_79dbe3a4e6_b.jpg" alt="daheim &amp; unterwegs" width="700" height="464" /></a><br />
<a title="daheim &amp; unterwegs von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6014048993/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6010/6014048993_3595b5aba9_b.jpg" alt="daheim &amp; unterwegs" width="700" height="464" /></a><br />
<a title="daheim &amp; unterwegs von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/6014601228/"><img src="http://farm7.static.flickr.com/6028/6014601228_7ca0e90ee8_b.jpg" alt="daheim &amp; unterwegs" width="700" height="1054" /></a></p>
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		<title>Schon Frühling?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 16:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Jena]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob das schon der Frühling oder doch nur ein wärmerer Wintertag ist, ist prinzipiell egal. Denn zumindest habe ich den sonnigen Sonntagnachmittag genutzt, um mich: erstens der Bibliothek fernzuhalten (aber nur am Nachmittag&#8230;), zweitens die ersten Fotos des Jahres zu schießen (schlimm, schlimm) und drittens die 85mm Festbrennweite auszuprobieren. Wobei für letzteres die Motive nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Pfad von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5421420849/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5094/5421420849_89d7829748_b.jpg" alt="Pfad" width="700" height="700" /></a><br />
Ob das schon der Frühling oder doch nur ein wärmerer Wintertag ist, ist prinzipiell egal. Denn zumindest habe ich den sonnigen Sonntagnachmittag genutzt, um mich: erstens der Bibliothek fernzuhalten (aber nur am Nachmittag&#8230;), zweitens die ersten Fotos des Jahres zu schießen (schlimm, schlimm) und drittens die 85mm Festbrennweite auszuprobieren. Wobei für letzteres die Motive nicht allzu gut waren und daheim am Rechner auch ganz schön hefftige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chromatische_Aberration">chromatische Aberrationen</a> auftraten (beim obigen Foto sieht man das schön, bzw. eher weniger schön am hellen Mantel der Dame in rot; beim unteren Foto bei den Bäumen vor dem Himmel) &#8211; also doch wieder zuviel Sonne. Aber eigentlich habe ich mir Teil (Nikkor AF 85mm f/1.8) auch eher für Low-Light und Portraits zugelegt, aber da muss es sich erst noch beweisen.<br />
<strong><span id="more-789"></span></strong><br />
<a title="Lobdeburg von Marco Fieber bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/marcofieber/5421429603/"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5253/5421429603_9eb3f031a7_o.jpg" alt="Lobdeburg" width="700" height="1054" /></a><br />
Die Lobdeburg</p>
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		<title>Gebete in der Zahnarztpraxis</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 09:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[© Mohammad Khedmati &#8220;Gebete in der Zahnarztpraxis &#8211; Islamisches Leben in Jena (Teil 1)&#8221;, erschienen in Akrützel Nr. 290 Ahmed und Asil begrüßen sich wie Freunde, die sich lange nicht gesehen haben. Doch eigentlich haben sie fast jeden Tag zusammen Seminare. Beide studieren Deutsch als Fremdsprache und möchten ihren Master in Jena erlangen. Und beide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><a title="Happy Ramadan                                                 رمضان مبارك von khedmati bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/khedmati/4880496644/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4134/4880496644_5f00af924d_b.jpg" alt="Happy Ramadan                                                 رمضان مبارك" width="700" height="927" /></a><br />
<em>© Mohammad Khedmati</em></p>
<p><em>&#8220;Gebete in der Zahnarztpraxis &#8211; Islamisches Leben in Jena (Teil 1)&#8221;, erschienen in Akrützel Nr. 290</em></p>
<p>Ahmed und Asil begrüßen sich wie Freunde, die sich lange nicht gesehen haben. Doch eigentlich haben sie fast jeden Tag zusammen Seminare. Beide studieren Deutsch als Fremdsprache und möchten ihren Master in Jena erlangen. Und beide sind Muslime, zwei von hunderten in der Studentenstadt, denn die Mehrzahl der Teilnehmer des in wenigen Minuten beginnenden Freitagsgebets sind ausländische Studenten. Noch nicht allzu viele von ihnen haben sich heute in der Jenaer Moschee am Ende der Wagnergasse eingefunden. Vereinzelte arabische, englische und deutsche Wortfetzen sind in den Räumen der ehemaligen Zahnarztpraxis zu hören. Weitere Muslime kommen nach und nach in den Gebetsraum, verbeugen sich zweimal, und setzen sich zu den anderen auf den Teppichboden. Es ist schon längst 13 Uhr und die Predigt sollte beginnen, doch der Imam wartet noch. Es sei zwar besser die Gebetszeit genau einzuhalten, aber in Jena sei man da flexibel. „Wir sind hier ein bisschen toleranter, denn bei den großen Moscheen wird der genaue Zeitpunkt je nach Sonnenstand geändert“, erzählt Asil. Im Falle von Jena sei das einfach praktischer, denn der größte Teil der Betenden besteht neben den Studenten aus Doktoranden, Wissenschaftlern oder Angestellten, sodass man die Gebetszeit auf die Mittagspause gelegt hat. „Ich bin daran gewöhnt zu dieser Zeit in die Moschee zu gehen, ich kann also in der Pause das Gebet verrichten und gehe danach wieder zur Arbeit oder an die Uni“, erklärt der aus Usbekistan stammende Asil.<br />
<strong><span id="more-779"></span></strong><br />
<strong>Koranverse zur Einleitung</strong></p>
<p>Zu Beginn des Freitagsgebets trägt der Imam die Koranverse fast singend vor. Spätestens jetzt fühlt man sich in den Orient versetzt. Alle Betenden hören dem Imam aufmerksam zu. Frauen sind nicht unter den Anwesenden, sie beten aus religiösen, aber auch aus Platzgründen in einem Nebenraum, wohin per Lautsprecher das vom Imam Gesagte übertragen wird. Anschließend beginnt eine Predigt, die nur beim Freitagsgebet anstelle des obligatorischen Mittagsgebets vorgetragen wird. Meistens, so auch heute, hält diese der Vereinsvorsitzende des Islamischen Zentrums Jena, welchem auch die Moschee angehört. Zum Leidwesen von Asil, der nur wenige Worte arabisch versteht, referiert Ali Elasfceur in der‚Sprache des Korans. Andere Imame, erzählt Asil später, übersetzen die Chutba, den gesonderten Vortrag am Freitag, auch ins Englische oder Deutsche. Elasfceur erzählt, dass er schon lange in Jena ist. Dem studierten Maschinenbauer zufolge haben die Studenten aber nie Zeit, weswegen sich unter der Woche in der Regel nur zehn Betende einfinden.</p>
<p>Abgesehen vom obligatorischen Freitagsgebet muss man die vorgeschriebenen fünf Gebete pro Tag nicht in der Moschee abhalten. Allerdings sind die wenigsten Betenden auch Vereinsmitglieder. Seit 1999 gibt es diesen schon in Jena, nach dem Umzug aus der Knebelstraße vor ein paar Jahren werden die neuen Räume als Gotteshaus genutzt. Die sunnitische Moschee dient auch als Treffpunkt, um mit anderen Gläubigen in Kontakt zu kommen. „Es ist ein Querschnitt durch die islamische Welt: hier gibt es viele Araber, einige Pakistani, Chinesen, Inder, Tschetschenen, aber auch drei, vier Deutsche“, so Salah Azaza, der aus Tunesien stammende stellvertretende Vorsitzende. Der Verein richtet sich vorrangig an Muslime, beispielsweise organisiert er eine Koranschule für Kinder, Tajweed-Unterricht für Männer, also das Erlernen der Rezitation des Korans, sowie Arabisch-Kurse für alle Interessierten. „Auch speziell für Frauen“, wie Elasfceur betont. Die Moschee steht immer offen, jederzeit sind auch Nichtmuslime willkommen, wie der Vereinsvorsitzende hervorhebt. Einen herausragenden Anlass bietet der auf den 3. Oktober gelegte bundesweite „Tag der offenen Moschee“. Mit dem bewusst gewählten Termin am Tag der Deutschen Einheit wollen die Muslime Integration und ihre Verbundenheit mit der Gesamtbevölkerung zum Ausdruck bringen. Im vergangenen Jahr kamen zwar nur einige Besucher, schildert Elasfceur, „aber wir hatten auch nicht groß Werbung gemacht“.</p>
<p>Für Asil war es, als er im Oktober 2009 nach Jena kam, noch nicht selbstverständlich in die Moschee zu gehen, da er die Religion bis dahin nicht so ernst genommen hatte. „Ich bin zwar Moslem, aber den Ritualen konnte ich aus Zeitmangel nicht nachgehen.“ Das Studium in Deutschland biete für ihn weitaus mehr Freizeit, die dann auch für das etwa zehnminütige Gebet genutzt werden könne. Asil war auch etwas skeptisch, als er nach Deutschland kam, denn er bestätigt, dass auch er etwas Angst wegen des schlechten Bildes des Islam und des Generalverdachts in Europa hatte und sich deshalb am Anfang von der islamischen Gemeinschaft fern hielt. Mit der Zeit hat er viele Leute wie seinen Kommilitonen Ahmed kennen gelernt und ist dann auch zur Moschee gekommen. Mittlerweile fragt der normalerweise an einer sudanesischen Uni arbeitende Ahmed nur noch: „Kommst du mit in die Moschee – ja oder nein?“</p>
<p><strong>Leichte Entscheidung</strong></p>
<p>Für Asil fällt die Antwort dann ganz pragmatisch aus: „Wenn ich ein Seminar während der Gebetszeit verlassen müsste, dann könnte ich ja etwas Wichtiges verpassen.“ Die Uni geht also vor. Zudem erlauben auch die Gebetsvorschriften eine freiere Auslegung. „Da ich verheiratet bin, bete ich meistens zu Hauseoder wenn ich zwei Gebete verpasst habe, kann ich die in der Moschee zusammen nachholen“, erläutert Asil den Ablauf. Das wichtigste sei aber letztlich, „dass einen die Religion nicht belastet, denn sie sollte einem das Leben ja eher leichter machen.“ Zumindest beim Freitagsgebet macht die Uni die Entscheidung einfach – denn an diesem Tag haben Asil wie Ahmed keine Seminare.</p>
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