4, 13, EF, P, N, ESW, PB, RB89, Fahrrad

geschrieben am Dienstag, 16. Dezember 2008

Alles klar? Das sind die Kennzeichen bzw. Nummern der „Fahrzeuge“ welche mich nach Münster brachten.

Zwischenzeitlich fast in Bad Hersfeld gestrandet und durch die HEF’ler in den Wahnsinn getrieben erreichte ich dennoch pünktlich zur abendlichen Party die Studentstadt Münster.

Ich schlief also erstmal aus, machte in Ruhe Frühstück, bereitete ein Essenspaket für die Fahrt vor und machte mich gegen halb zwei auf den Weg nach Göschwitz. Am dortigen Trampspot wartete ich keine 10 Minuten, die Uhr der Kirche immer im Blick, als mich ein Geschäftsführer einer Erfurter Gärtnerei mitnahm. Ihm folgte ab dem Rasthof Eichelborn ein Bauingenieur, begeisterter Jäger und Geschichtsfan – Stoff genug also, um mich über die Geschichte der A4, an deren „Renovierung“ er nach der Wiedervereinigung maßgeblich mit beteiligt war, detailliert aufzuklären und mir zu erklären, warum die Suhler Waffen die besten der Welt sind.

Leider mussten wir das Gespräch in Eisenach beenden, da er Richtung Frankfurt wollte und ich bekanntlich eher Richtung Kassel, also gen Norden. Nach einer Weile fand ich auch einen Lift nach Kassel. Vermutlich, denn ich erwischte einen „Navi-Fahrer“, dass sind solche Fahrer, welche nie Wissen wo sie lang fahren und sich blind dem Navigationsgerät hingeben (Zitate: „Öhm, keine Ahnung ob ich da lang komme, ich muss nach Köln. Liegt da Frankfurt/Hamburg/Berlin/München/beliebige Stadt einsetzen auf der Strecke???“). Nun gut, jener Fahrer bemerkte dann doch noch rechtzeitig, allerdings schon mitten auf der Autobahn, dass er ja gar nicht nach Kassel wollte, sondern doch nach Frankfurt. Um nicht gänzlich falsch und über Umwege zu fahren, wählte ich dann die „Notbremse“ und lies mich an einem vermeintlichen Autohof in Bad Hersfeld aussetzen. Dieser Autohof war aber nur unter Einheimischen bekannt und beliebt, sodass ich in 1,5h Wartezeit nur zwei Fremdkennzeichen sah – die aber entweder auch im Ort blieben oder nach Frankfurt wollten.

Nur ein Fahrer, der sich verfuhr da er telefonierte und sich schon am Kirchheimer Dreieck wähnte, konnte mich letztendlich mitnehmen und zum Rasthof in Kassel bringen, an dem sich die A7 und A44 (gen Ruhrpott) schneiden. Sehr guter Ort, denn nach kurzer Zeit fand ich eine Mitfahrgelegenheit. Denis, ursprünglich aus Bosnien, aber nun schon seit sechs Jahren als Küchenbauer in Deutschland tätig. Er musste nach Hamm, welches nur 40 km von Münster entfernt lag. Dort lies ich mich auch direkt am Bahnhof raus, um die letzten Kilometer mit der Ems-Bahn-Express (oder so ähnlich, jedenfalls was mit Ems und Express und mit B in der Mitte…) nach Münster zu fahren. In Ruhe also, mit Musik im Ohr und dem ersten „West-Bier“ (ein Krombacher vom Bahnhofs-Döner) in der Hand.

Ich wusste, per SMS, dass Julian in einer Kneipe der Altstadt eine Weihnachtsfeier hatte. Diese suchte ich kurzerhand und mehr oder weniger notgedrungen auf, da Kai, mein eigentlicher „Schlafplatz“ nicht erreichbar war. Kein Problem, denn Hauptsache man konnte erstmal feiern!

Die Qualität der Fete wurde durch das Abspielen des Wunschliedes „Move your Ass“ von der besten Band aller Zeiten – Scooter – bestätigt. Nen Runder Abend also, den eine Fahrradtour zu Julians Wohnung im Süden der Stadt beendete.

Heute, Dienstag, wird nach dem Mittag die Stadt besichtigte und Wichtigerweise Karten fürs morgige Egotronic Konzert besorgt. Auch findet morgen Mittag eine Demo gegen Studiengebühren statt, welche natürlich auch unterstützt gehört! Wie immer: es kommt eh immer anders, als man denkt …

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